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Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir am 1. September von Grande Prairie (Alberta) in südlicher Richtung auf der Provinzstraße 40 über Grande Cache bis Hinton, wo wir noch einmal über Nacht einen Walmart Parkplatz mit unserer Anwesenheit beehrten. Am nächsten Tag suchten und fanden wir zwischen Hinton und Jasper einen schönen Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten, incl. WiFi. Dort mieteten wir uns bis zum 6. September, dem Tag an dem wir Dick in Jasper treffen wollten, ein. Die Tage vergingen wie im Fluge bei herrlichem Wetter mit Wäsche waschen, Großputz (=Wohnmobil und Zugfahrzeug innen & außen), Rechnungen online bezahlen und E-mails beantworten. Ein Bach am Rande des Campingplatzes bot Lobo Gelegenheit baden zu gehen und wir gönnten ihm das Vergnügen sooft wir konnten. Jasper (<-- bitte anklicken) liegt im nördlichen Teil der kanadischen Rocky Mountains, inmitten des Jasper Nationalparks (<-- bitte anklicken), welcher im Süden direkt an den Banff Nationalpark anschließt. Albertas Gebirgsparks sind die Juwelen der kanadischen Rockies, ein Naturschutzgebiet von 20 000 qkm Größe und von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Der Besuch dieser Parks ist nicht ganz billig und es lohnt sich, für 125 kanadische Dollar eine Jahreskarte zu kaufen, wenn man mehrere Tage in den Parks verweilen möchte. Als wir Dick um 13:45 Uhr am 6. September vor der Bibliothek in Jasper wieder sahen, hatten wir knapp 15000 km zurückgelegt, seit wir ihn im Juni in Las Cruces, New Mexico zurück gelassen hatten. Das Hallo war groß, Lobo war überglücklich seinen Freund Dick wieder zu sehen und wir fuhren gemeinsam zum Whistler Campingplatz, wo Dick |
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| (Bitte Bilder anklicken, um sie zu vergrößern). |
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| Prince of Wales Hotel in Waterton, Alberta Kanada |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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hatten, bekamen wir Besuch von einer Elchkuh (siehe Fotos). Sie und ihre Herde kam uns in den darauf folgenden Tagen immer wieder besuchen. Tagsüber lagen die Tiere manchmal um uns herum im niedrigen Geäst und schlummerten oder passten auf, dass Lobo ihnen nicht zu nah kam. Er respektierte diesen Wunsch voll und ganz! Er schien ziemlichen Respekt vor diesen massiven Riesen zu haben. Am Abend führte uns Dick in Jasper zum Essen aus. Die Wahl traf auf O’Shea’s Restaurant & Lounge im Athabasca Hotel (<-- bitte anklicken). Am nächsten Tag bestiegen wir die Bergbahn zum Whistler Mountain (siehe Fotos) und betrachteten die Lage aus einer etwas gehobeneren Perspektive, bevor wir es uns abends bei Pizza & Bier am Lagerfeuer gemütlich machten. Wir blieben 4 Nächte auf dem Whistler Campingplatz, tagsüber machten wir Ausflüge, u. a. zum Maligne See (siehe Fotos) und abends wurde am Lagerfeuer gebrutzelt. Unser derweil schon zur Tradition gewordenes Bierdosenhuhn durfte natürlich nicht fehlen (siehe Fotos). Icefields Parkway (=Highway 93) (<--bitte anklicken) nimmt für sich den Ruf in Anspruch, eine der landschaftlich schönsten Routen der Welt zu sein. Dieser Highway brachte uns am 10. September vorbei an Seen, Wasserfällen, Gletschern (u.a. Columbia Icefield mit 350 m dickem Eis) und spektakulärer Landschaft (siehe Fotos) bei nicht mehr ganz wolkenfreiem Himmel bis zum Mosquito Campingplatz, nördlich von Lake Louise, wo wir 2 Nächte buchten. Dick fuhr in seinem Wagen hinter uns her und wir hielten per Walkie-Talkie Kontakt zueinander. Nach einer sehr, sehr kalten Nacht brachen wir am nächsten Tag kurz nach dem Frühstück auf, um Lake Louise, den Moraine See und Banff zu erkunden (siehe Fotos). Das Wohnmobil und Dicks Auto ließen wir auf dem Campingplatz zurück. Als wir am nächsten Morgen wieder alles zur Weiterfahrt gepackt hatten, war vom blauen Himmel nicht mehr viel zu sehen. Südlich von Banff verließen wir Banff Nationalpark aber auf Provinzstraße 40, die westlich von Calgary einen südlichen Verlauf nimmt und auf die wir hier wieder stießen, kamen wir von einem Provinzpark in den anderen. Im Peter Lougheed Provinzpark übernachteten wir. Wir wachten zu Regen auf und bekamen unterwegs im Laufe des Tages auch ein paar Schneeflocken zu sehen. Der Schnee blieb zum Teil sogar liegen! Trotzdem erreichten wir ohne größere Schwierigkeiten Waterton Nationalpark (<-- bitte anklicken), das Ziel dieses Tages. Waterton Nationalpark (<-- bitte anklicken) liegt an der Grenze zu den USA und schließt an den in Montana liegenden Glacier Nationalpark an. (<-- bitte anklicken). Waterton Village liegt inmitten des Parks und wir fanden auch einen Campingplatz, der noch nicht für die kalte Jahreszeit dicht gemacht hatte. Wir mieteten uns für 4 Nächte ein, um auf besseres Wetter zu warten. Abends kamen uns Hirsche besuchen, die sich ganz gemütlich neben unserem Wohnmobil niederließen (siehe Fotos). Sogar Lobo gewöhnte sich schnell an ihren Anblick. In Waterton Village sahen wir sogar einmal eine Bärmama mit ihrem Nachwuchs mitten im Ort(siehe Fotos). Dick und Chuck machten am nächsten Tag eine Einkaufsfahrt zu den größeren Ortschaften der Umgebung, ich blieb mit Lobo daheim und spielte Hausfrau. Tags darauf zogen Dick und ich los zu einen Einkaufsbummel in Waterton Village und am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam zum Cameron See (siehe Fotos), wo Chuck, Lobo und ich eine Wanderung entlang am See zum Grizzly Garden machten, während Dick im Auto blieb und Musik hörte, weil es ihm zu nasskalt war. Abendessen gab es danach in Waterton Village im Bayshore Inn (<--bitte anklicken): Rib Eye Steaks für Dick und Chuck, gegrillten Lachs für mich. Die Wolken hingen immer noch ziemlich tief, als wir am nächsten Morgen aufwachten. Der Wetterbericht behauptete allerdings, dass es schön würde und wir beschlossen es zu riskieren, zum Glacier Nationalpark über die Grenze nach Montana zu fahren. Dick war schon auf der Fahrt nach Jasper hoch dort gewesen und wollte einen Ruhetag einlegen und lesen. Wir ließen ihn im warmen Wohnmobil zurück und machten uns bei Nebel und Kälte auf den Weg. Glück muss der Mensch haben und wir hatten es an diesem Tag auf der ganzen Linie! Nicht nur wurde das Wetter besser, es war außerdem der letzte Tag, an dem man von Osten kommend in den Glacier Nationalpark fahren konnte, denn am Tag darauf sollte zu Beginn einer größeren Straßenbauarbeitenaktion die Straße monatelang voll gesperrt werden und der Park nur noch teilweise und von Westen her zu besuchen sein. Es wäre ein Jammer gewesen, hätten wir diesen Park (siehe Fotos) nicht, oder nur teilweise, besuchen können! Am 18. September verließen wir Waterton Nationalpark und fuhren auf der Highway 6 zurück zur Highway 93 und dann nach Westen, wo Dick mir ein „bayrisches“ Dorf zeigen wollte, das er ein paar Wochen vorher auf seiner Fahrt nach Norden entdeckt hatte. Kimberley (<-- bitte anklicken für englische Ortsbeschreibung mit ein paar hübschen Fotos) hieß es, das klang nicht sehr bayrisch, aber ich wollte mich überraschen lassen. Als wir ankamen, war es schon fast dunkel, wir konnten keinen Campingplatz finden und somit parkten wir, mit Erlaubnis eines Geschäftinhabers dort zu übernachten, auf dem Parkplatz hinter dem bayrisch inspirierten „Platzl“. Wir bummelten durch den Ort und Chef Bernard vom Schnitzel Haus am Platzl (siehe Fotos) hatte eine Wasserschüssel für Hunde vor seiner Tür, das wirkte sehr einladend und wir blieben zum Abendessen. Lobo durfte zwar nicht ins Restaurant, aber Chef Bernard, ein nicht-bayrischer Deutscher, stellte sein großes Terrassenheizgerät neben einen Tisch draußen, Lobo durfte bei uns bleiben und wir genossen Hefeweizen und Schnitzel in verschiedenen Variationen (Wiener, Jäger und mit Pfifferlingen). Lobo bekam von allem etwas ab. Kimberly war unsere letzte Station in Kanada. Im Winter muß es dort herrlich sein mit all den großartigen Skigebieten! Aber so lange konnten wir nicht bleiben. Am 19. September ging es gegen Mittag von Kimberly über Fort Steele und Cranbrook zur US Grenze und durch das nördliche Idaho bis Sandpoint, wo Dick von der Polizei angehalten wurde, weil er irgendetwas gemacht hatte, das dem Polizisten nicht gefiel. Wir blieben per Walkie-Talkie in Kontakt, bis wir anhalten konnten, um auf Dick zu warten. Er hatte Glück und kam mit einer mündlichen Verwarnung davon. Am Staudamm (Albani Falls Damm) von Sandpoint fanden wir einen sehr schönen Campingplatz im Wald (Springy Point Campground), der vom US Ingenieurskorps geführt wird. Die Zufahrt war sehr eng und wir hatten einige Schwierigkeiten unser großes Gespann auf dem einzigen Stellplatz, der lang genug für uns war, unterzubringen, aber letztendlich schafften wir es doch (ohne einige Bäume zu entwurzeln). Es war ein herrlich ruhiges Fleckchen! Aber es regnete, dann regnete es ein bisschen mehr und es hörte gar nicht mehr auf! Dick und ich vertrieben uns die Zeit mit Scrabble spielen, Chuck las und sah fern. Wir hörten den Wetterbericht und es sollte vorerst nicht besser werden. Am zweiten Tag warf Dick die Flinte ins Korn und beschloss, nachhause zu fahren. Wir verabschiedeten uns von ihm und fuhren auch los, denn bei dem Regen im Wald kann man nicht viel anstellen und ohne Strom und Wasseranschluss lief alles über Batterien und Tanks. Wir wollten das schlechte Wetter wenigstens auf einem Campingplatz mit den nötigen Anschlüssen hinter uns bringen. Mit Müh und Not brachten wir unser Wohnmobil aus dem engen Campingplatz mit den tief hängenden Ästen und dichtem Baumbestand wieder raus und fuhren dann auf der US Bundesstraße 2 bis Spokane im Bundesstaat Washington. Dort mieteten wir uns auf dem gleichen Campingplatz ein, von wo aus wir am 13. Juli zu unserem Alaskaabenteuer aufgebrochen waren. Für die Schlechtwetterphase hatten wir einiges geplant: Arzt- und Tierarztbesuche, Wartung an Wohnmobil und Zugfahrzeug, Reparaturen verschiedener Dinge, die dem Geholpere auf den schlechten Straßen Alaskas nicht standgehalten hatten (DVD Spieler, Beine am Computertisch, etc.). Aber dann wechselte das Wetter von einem Tag auf den anderen und herrliches Herbstwetter setzte ein. Trotzdem blieben wir, denn wir hatten einiges zu erledigen und eine Verschnaufpause brauchten wir auch. Fortsetzung folgt im Oktober Reisebericht………… |