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                   "Fotos September 2006" oben.

    Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir am 1. September von
    Grande Prairie (Alberta) in südlicher Richtung auf der
    Provinzstraße 40 über Grande Cache bis Hinton, wo wir noch
    einmal über Nacht einen Walmart Parkplatz mit unserer
    Anwesenheit beehrten.  Am nächsten Tag suchten und
    fanden wir zwischen Hinton und Jasper einen schönen
    Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten, incl. WiFi.  Dort
    mieteten wir uns bis zum 6. September, dem Tag an dem wir
    Dick in Jasper treffen wollten, ein.  Die Tage vergingen wie
    im Fluge bei herrlichem Wetter mit Wäsche waschen,
    Großputz (=Wohnmobil und Zugfahrzeug innen & außen),
    Rechnungen online bezahlen und E-mails beantworten. Ein
    Bach am Rande des Campingplatzes bot Lobo Gelegenheit
    baden zu gehen und wir gönnten ihm das Vergnügen sooft
    wir konnten.

    Jasper  (<-- bitte anklicken) liegt im nördlichen Teil der
    kanadischen Rocky Mountains, inmitten des Jasper
    Nationalparks (<-- bitte anklicken), welcher im Süden direkt
    an den Banff Nationalpark anschließt.
    Albertas Gebirgsparks sind die Juwelen der kanadischen
    Rockies, ein Naturschutzgebiet  von 20 000 qkm Größe und
    von der UNESCO zum Welterbe erklärt.  Der Besuch dieser
    Parks ist nicht ganz billig und es lohnt sich, für 125
    kanadische Dollar eine Jahreskarte zu kaufen, wenn man
    mehrere Tage in den Parks verweilen möchte.

    Als wir Dick um 13:45 Uhr am 6. September vor der
    Bibliothek in Jasper wieder sahen, hatten wir knapp 15000
    km zurückgelegt, seit wir ihn im Juni in Las Cruces, New
    Mexico zurück gelassen hatten.  Das Hallo war groß, Lobo
    war überglücklich seinen Freund Dick wieder zu sehen und
    wir fuhren gemeinsam zum Whistler Campingplatz, wo Dick








(Bitte Bilder anklicken,
um sie  zu vergrößern)
.
Prince of Wales Hotel in
Waterton, Alberta
Kanada
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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht September  2006

    sich bereits einquartiert hatte.  Gleich nachdem wir unseren Stellplatz eingenommen
    hatten, bekamen wir Besuch von einer Elchkuh (siehe Fotos).  Sie und ihre Herde kam uns
    in den darauf folgenden Tagen immer wieder besuchen.  Tagsüber lagen die Tiere
    manchmal um uns herum im niedrigen Geäst und schlummerten oder passten auf, dass
    Lobo ihnen nicht zu nah kam.  Er respektierte diesen Wunsch voll und ganz!  Er schien
    ziemlichen Respekt vor diesen massiven Riesen zu haben.  

    Am Abend führte uns Dick in Jasper zum Essen aus.  Die Wahl traf auf  O’Shea’s
    Restaurant & Lounge im Athabasca Hotel   (<-- bitte anklicken). Am nächsten Tag
    bestiegen wir die Bergbahn zum Whistler Mountain (siehe Fotos) und betrachteten die
    Lage aus einer etwas gehobeneren Perspektive, bevor wir es uns abends bei Pizza & Bier
    am Lagerfeuer gemütlich machten.  Wir blieben 4 Nächte auf dem  Whistler  
    Campingplatz, tagsüber machten wir Ausflüge, u. a. zum Maligne See (siehe Fotos) und
    abends wurde am Lagerfeuer gebrutzelt.  Unser derweil schon zur Tradition
    gewordenes Bierdosenhuhn durfte natürlich nicht fehlen (siehe Fotos).

    Icefields Parkway (=Highway 93) (<--bitte anklicken) nimmt für sich den Ruf in
    Anspruch, eine der landschaftlich schönsten Routen der Welt zu sein.  Dieser Highway
    brachte uns am 10. September vorbei an Seen, Wasserfällen, Gletschern (u.a. Columbia
    Icefield mit 350 m dickem Eis) und spektakulärer Landschaft (siehe Fotos) bei nicht
    mehr ganz wolkenfreiem Himmel bis zum Mosquito Campingplatz, nördlich von Lake
    Louise, wo wir 2 Nächte buchten.  Dick fuhr in seinem Wagen hinter uns her und wir
    hielten per Walkie-Talkie Kontakt zueinander. Nach einer sehr, sehr kalten Nacht
    brachen wir am nächsten Tag kurz nach dem Frühstück auf, um Lake Louise, den Moraine
    See und Banff zu erkunden (siehe Fotos). Das Wohnmobil und Dicks Auto ließen wir auf
    dem Campingplatz zurück.

    Als wir am nächsten Morgen wieder alles zur Weiterfahrt gepackt hatten, war vom
    blauen Himmel nicht mehr viel zu sehen.  Südlich von Banff verließen wir Banff
    Nationalpark aber auf Provinzstraße 40, die westlich von Calgary einen südlichen Verlauf
    nimmt und auf die wir hier wieder stießen, kamen wir von einem Provinzpark in den
    anderen.  Im Peter Lougheed Provinzpark übernachteten wir.   Wir wachten zu Regen
    auf und bekamen unterwegs im Laufe des Tages auch ein paar Schneeflocken zu sehen.  
    Der Schnee blieb zum Teil sogar liegen!  Trotzdem erreichten wir ohne größere
    Schwierigkeiten Waterton Nationalpark  (<-- bitte anklicken), das Ziel dieses Tages.  
    Waterton Nationalpark (<-- bitte anklicken) liegt an der Grenze zu den USA und schließt
    an den in Montana liegenden Glacier Nationalpark an.  (<-- bitte anklicken).  Waterton
    Village liegt inmitten des Parks und wir fanden auch einen Campingplatz, der noch nicht
    für die kalte Jahreszeit dicht gemacht hatte.  Wir mieteten uns für 4 Nächte ein, um auf
    besseres Wetter zu warten.  Abends kamen uns Hirsche besuchen, die sich ganz
    gemütlich neben unserem Wohnmobil niederließen (siehe Fotos).  Sogar Lobo gewöhnte
    sich schnell an ihren Anblick.  In Waterton Village sahen wir sogar einmal eine Bärmama
    mit ihrem Nachwuchs mitten im Ort(siehe Fotos).   Dick und Chuck machten am nächsten
    Tag eine Einkaufsfahrt zu den größeren Ortschaften der Umgebung, ich blieb mit Lobo
    daheim und spielte Hausfrau.  Tags darauf zogen Dick und ich los zu einen
    Einkaufsbummel in Waterton Village und am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam zum
    Cameron See (siehe Fotos), wo Chuck, Lobo und ich eine Wanderung entlang am See zum
    Grizzly Garden machten, während Dick im Auto blieb und Musik hörte, weil es ihm zu
    nasskalt war.  Abendessen gab es danach in Waterton Village im Bayshore Inn  (<--bitte
    anklicken): Rib Eye Steaks für Dick und Chuck, gegrillten Lachs für mich.

    Die Wolken hingen immer noch ziemlich tief, als wir am nächsten Morgen aufwachten.  
    Der Wetterbericht behauptete allerdings, dass es schön würde und wir beschlossen es
    zu riskieren, zum Glacier Nationalpark über die Grenze nach Montana zu fahren.  Dick
    war schon auf der Fahrt nach Jasper hoch dort gewesen und wollte einen Ruhetag
    einlegen und lesen.  Wir ließen ihn im warmen Wohnmobil zurück und machten uns bei
    Nebel und Kälte auf den Weg.  Glück muss der Mensch haben und wir hatten es an
    diesem Tag auf der ganzen Linie!  Nicht nur wurde das Wetter besser, es war außerdem
    der letzte Tag, an dem man von Osten kommend in den Glacier Nationalpark fahren
    konnte, denn am Tag darauf sollte zu Beginn einer größeren Straßenbauarbeitenaktion
    die Straße monatelang voll gesperrt werden und der Park nur noch teilweise und von
    Westen her zu besuchen sein.    Es wäre ein Jammer gewesen, hätten wir diesen Park
    (siehe Fotos) nicht, oder nur teilweise, besuchen können!  

    Am 18. September verließen wir Waterton Nationalpark und fuhren auf der Highway 6
    zurück zur Highway 93 und dann nach Westen, wo Dick mir ein „bayrisches“ Dorf zeigen
    wollte, das er ein paar Wochen vorher auf seiner Fahrt nach Norden entdeckt hatte.  
    Kimberley  (<-- bitte anklicken für englische Ortsbeschreibung mit ein paar hübschen
    Fotos) hieß es, das klang nicht sehr bayrisch, aber ich wollte mich überraschen lassen.  
    Als wir ankamen, war es schon fast dunkel, wir konnten keinen Campingplatz finden und
    somit parkten wir, mit Erlaubnis eines Geschäftinhabers dort zu übernachten, auf dem
    Parkplatz hinter dem bayrisch inspirierten „Platzl“.  Wir bummelten durch den Ort und
    Chef Bernard vom Schnitzel Haus am Platzl (siehe Fotos) hatte eine Wasserschüssel für
    Hunde vor seiner Tür, das wirkte sehr einladend und wir blieben zum Abendessen.  Lobo
    durfte zwar nicht ins Restaurant, aber Chef Bernard, ein nicht-bayrischer Deutscher,
    stellte sein großes Terrassenheizgerät neben einen Tisch draußen, Lobo durfte bei uns
    bleiben und wir genossen Hefeweizen und Schnitzel in verschiedenen Variationen
    (Wiener, Jäger und mit Pfifferlingen).  Lobo bekam von allem etwas ab.  

    Kimberly war unsere letzte Station in Kanada.  Im Winter muß es dort herrlich sein mit
    all den großartigen Skigebieten!  Aber so lange konnten wir nicht bleiben.  Am 19.
    September ging es gegen Mittag von Kimberly über Fort Steele und Cranbrook zur US
    Grenze und durch das nördliche Idaho bis Sandpoint, wo Dick von der Polizei angehalten
    wurde, weil er irgendetwas gemacht hatte, das dem Polizisten nicht gefiel.  Wir blieben
    per Walkie-Talkie in Kontakt, bis wir anhalten konnten, um auf Dick zu warten.  Er hatte
    Glück und kam mit einer mündlichen Verwarnung davon. Am Staudamm (Albani Falls
    Damm) von Sandpoint fanden wir einen sehr schönen Campingplatz im Wald (Springy Point
    Campground), der vom US Ingenieurskorps geführt wird.  Die Zufahrt war sehr eng und
    wir hatten einige Schwierigkeiten unser großes Gespann auf dem einzigen Stellplatz, der
    lang genug für uns war, unterzubringen, aber letztendlich schafften wir es doch (ohne
    einige Bäume zu entwurzeln).  Es war ein herrlich ruhiges Fleckchen!  Aber es regnete,
    dann regnete es ein bisschen mehr und es hörte gar nicht mehr auf!  Dick und ich
    vertrieben uns die Zeit mit Scrabble spielen, Chuck las und sah fern.  Wir hörten den
    Wetterbericht und es sollte vorerst nicht besser werden.  Am zweiten Tag warf Dick
    die Flinte ins Korn und beschloss, nachhause zu fahren.  Wir verabschiedeten uns von ihm
    und fuhren auch los, denn bei dem Regen im Wald kann man nicht viel anstellen und ohne
    Strom und Wasseranschluss lief alles über Batterien und Tanks.  Wir wollten das
    schlechte Wetter wenigstens auf einem Campingplatz mit den nötigen Anschlüssen hinter
    uns bringen.  Mit Müh und Not brachten wir unser Wohnmobil aus dem engen
    Campingplatz mit den tief hängenden Ästen und dichtem Baumbestand wieder raus und
    fuhren dann auf der US Bundesstraße 2 bis Spokane im Bundesstaat Washington.  Dort
    mieteten wir uns auf dem gleichen Campingplatz ein, von wo aus wir am 13. Juli zu
    unserem Alaskaabenteuer aufgebrochen waren.  Für die Schlechtwetterphase hatten
    wir einiges geplant: Arzt- und Tierarztbesuche, Wartung an Wohnmobil und
    Zugfahrzeug, Reparaturen verschiedener Dinge, die dem Geholpere auf den schlechten
    Straßen Alaskas nicht standgehalten hatten (DVD Spieler, Beine am Computertisch,
    etc.).  Aber dann wechselte das Wetter von einem Tag auf den anderen und herrliches
    Herbstwetter setzte ein.  Trotzdem blieben wir, denn wir hatten einiges zu erledigen
    und eine Verschnaufpause brauchten wir auch.

    Fortsetzung folgt im Oktober Reisebericht…………