
Reisebericht September 2008 beginnt im Pancho Villa State Park im Süden von New Mexico, direkt an der mexikanischen Grenze. Dies ist wohl kein Reisebericht im eigentlichen Sinn. Die einzigen „Reisen“ die wir im September gemacht haben, waren Fahrten zu verschiedenen Arztterminen. Die längste dieser Fahrten ging am 3. September nach Tucson, Arizona zur Nachuntersuchung in die Augenklinik, wo meine Netzhautoperation im August durchgeführt worden war. Wir übernachteten dort wieder bei unseren Freunden, Bea und Phil Shapiro und fuhren dann am nächsten Tag 420 km zurück nach Columbus, New Mexico, wo unser Wohnmobil noch immer stand. Die Tage bis zu unserer Abfahrt vom Pancho Villa State Park am 14. September vergingen mit weiteren Arzt- und Zahnarztbesuchen und Lobo besuchte mehrmals täglich seine Freundin „Puddles“, die am 2. September mit ihrem Frauchen zum Pancho Villa State Park zurückgekehrt war. Am Tag unserer Abfahrt streikte unsere Satellitenanlage und Chuck musste aufs Dach klettern, um sie manuell einzufahren. Als wir am Leasburg Dam State Park, nördlich von Las Cruces (siehe Reiseroute) ankamen, wollte sie auch nicht mehr hochfahren und Chuck hatte somit Gelegenheit, seine Ersatzschüssel, die er vor längerer Zeit in weiser Voraussicht auf Ebay erstanden hatte, aufzubauen. Sie funktionierte wunderbar, aber es ist sehr zeitaufwendig alles manuell zusammenzubauen und zu kalibrieren. Sobald wir können, werden wir nach Albuquerque fahren, wo der nächste Händler ist, um unsere Anlage auf dem Dach reparieren und aufrüsten zu lassen, damit wir wieder auf dem neuesten Stand der Technik sind. |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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Unser Aufenthalt im Leasburg Dam State Park galt in der Hauptsache dem Zweck, eine kürzere Anfahrt für Termine bei Fachärzten in Las Cruces zu haben. Wir blieben drei Wochen und erledigten alle Arztbesuche und sonstigen Termine, die für diese Zeit vorgesehen waren. Von Darmspiegelung und Magenspiegelung über Hautarzt, Mammografie, Augenarzt und Laborbesuche, nichts ließen wir uns entgehen; einer von uns, wenn nicht alle beide, war immer mit von der Partie und sogar Lobo musste eine äußerst gründliche (und teuere) Untersuchung beim Tierarzt über sich ergehen lassen. Lobo ist seit einiger Zeit teilweise vollkommen lethargisch und über sein Blutbild fanden wir dann heraus, dass seine Borreliose, die er sich vor ein paar Jahren eingehandelt hat, wieder aktiv ist. Das scheint so ähnlich zu sein, wie bei Malaria. Der arme Chuck bekam vom Hautarzt eine vierwöchige Peeling-Kur (Chemoexfoliation) verordnet, bei der Teile der Hornhaut und der 2. Hautschicht abgetragen werden, um Sonnenschäden der Haut und die Vorstufe von Hautkrebs zu beseitigen. Diese Prozedur bereitet ihm großes Unbehagen und er schaut schrecklich aus. In den drei Wochen im Leasburg Dam State Park, gelang es mir mit strengster Diät, meine erhöhten Kaliumwerte wieder in den Normalbereich zu bringen, aber in dieser Zeit begann auch mein Blutdruck nach oben zu klettern und ich musste wieder anfangen, mein Blutdruckmedikament einzunehmen. Da der Verdacht bestand, dass dieses den erhöhten Kaliumwert verursacht hatte, hatte es unser „Hausarzt“ in Columbus ganz abgesetzt, da mein Blutdruck meist sehr niedrig war. Aber ganz ohne scheint es nicht zu gehen und nun hat sich mein Blutdruck bei halber Dosierung wieder eingependelt und es bleibt nur zu hoffen, dass nun der Kaliumwert nicht wieder anfängt verrückt zu spielen. Unser Aufenthalt im Leasburg Dam State Park war nicht sehr erholsam, eher stressig. Noch dazu kam, dass der an Morbus Crohn erkrankte Sohn von Chucks jüngstem Bruder im Alter von 25 Jahren am 23. September in Florida verstarb und wir wegen all unserer gesundheitlichen Probleme zu der Zeit nicht zur Beerdigung fahren konnten. Ich musste in der Nähe meiner Ärzte bleiben, bis sich Blutdruck und Kaliumwert wieder normalisiert hatten und alleine wollte Chuck nicht nach Florida fliegen, weil er sich Sorgen um mich machte. Andererseits fühlte er sich schrecklich, dass er seinem Bruder nicht beistehen konnte. Wir hoffen, dass wir nächsten Monat wieder über erfreulichere Dinge berichten können. Fortsetzung folgt ….. |
| Blick nach Mexiko |