Autoaussaugen und Lobos „großem Badetag“ verbracht hatten, fuhren wir am 2. September weiter nach Montréal (Provinz Québec) (< - - bitte anklicken). Es war sonnig, die Temperatur betrug 26°C und unser Tachostand zeigte bei Abfahrt von Ottowa um 12 Uhr mittags 72570 Meilen.
Provinz Québec und dann auf der Highway 40 (Ost) - -> Highway 20 (Ost) - -> Route 138 (Ost) - -> Route 132 (Ost) - - > Highway 15 (Süd) (Ausfahrt 38) bis Saint-Philippe (225 km von Ottowa entfernt), wo wir 2 Nächte im Camping Amérique (Stellplatz 715) buchten. Am Abend fuhren wir in die Innenstadt von Montréal und holten bei der Touristenauskunft am Dorchester Square Erkundigungen ein, hinsichtlich unserer für den nächsten Tag geplanten Stadtrundfahrt. Anschließend bummelten wir mit Lobo durch den Park und auf der Rückfahrt zum Campingplatz besuchten wir ein chinesisches Buffet zum Abendessen. Wie auch in den USA, wird in Kanada der erste Montag im September als „Labour Day“ (Tag der Arbeit) gefeiert und als wir am nächsten Morgen um 10 Uhr für die Stadtrundfahrt mit „Gray Line“ zum Dorchester Square zurückkehrten, erwarteten wir deshalb keine Parkprobleme. Wir parkten zuerst an einer Parkuhr, aber dort durfte man nur maximal 2 Stunden parken. Also suchten wir uns ein Parkhaus. |
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dem Automaten, das Tor öffnete sich und wir fuhren getrost ein. Das Tor schloss sich hinter uns und die Parkplätze auf der ersten Ebene waren alle reserviert. Die Zufahrt zur zweiten Ebene war aber viel niedriger und mit unserem Dachträger waren wir viel zu hoch, um weiterfahren zu können. Im Wächterhäuschen war kein Mensch zu sehen, nur ein Schild hing an der Tür „Komme bald zurück“. Es kam aber keiner! Nach aufwendigem Hin- und hermanövrieren gelang es uns endlich, uns hinter einem Lieferwagen auf einem reservierten Parkplatz auf der ersten Ebene so gut zu verstecken, dass man uns vom Wächterhäuschen aus nicht sehen konnte. Da Feiertag war, hofften wir, dass der Eigentümer des reservierten Stellplatzes an diesem Tag nicht von seinem Recht Gebrauch zu machen wünschte. Viel Zeit war durch diese ganze Parkangelegenheit vergangen und wir schafften es gerade noch rechtzeitig, unseren Tourbus zu erreichen. Wir besichtigten Montréal (siehe Fotos) bei herrlichem Wetter und als wir am frühen Nachmittag zum Parkhaus zurückkehrten, war das Wächterhäuschen immer noch unbesetzt, unser Truck stand, wo wir ihn „versteckt“ hatten, wir zahlten die Parkgebühr und schauten, dass wir wegkamen. Da es noch relativ früh am Tag war, beschlossen wir, einen kurzen Abstecher nach Plattsburg (im Bundesstaat New York) zu machen. Dies erwies sich als einer unserer weniger guten Einfälle! Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wegen des auf beiden Seiten der Landesgrenzen eingehaltenen Feiertags so viel Verkehr unterwegs sein würde. Wir standen 2 ½ Stunden an der Grenze im Stau, ohne eine Möglichkeit umzukehren. Auf dem Rückweg waren es „nur“ 2 Stunden und dann wollte uns der kanadische Grenzbeamte noch Ärger machen, weil wir in USA ein paar Lebensmittel eingekauft hatten. Er tat so „gnädig“ und meinte, eigentlich müssten wir Zoll drauf zahlen, weil wir nur so kurz in USA gewesen seien und nun das Zeug nach Kanada „einführen“ würden, aber diesmal würde er es durchgehen lassen. So ein Quatsch! Der Aufwand für den Zoll hätte sich bei den paar Dollar überhaupt nicht gelohnt. Der Kerl wollte sich nur wichtig machen! Wir kamen erst um 23 Uhr wieder zurück zum Campingplatz in Saint-Philippe. Am nächsten Morgen packten wir unsere Siebensachen und verließen Saint-Philippe bei Sonne und 24°C um 12 Uhr mittags (Tachostand: 728940). Reiseroute: Highway 15 (Süd) bis Ausfahrt 6 - -> Route 202 (Ost) - -> Route 28 (Ost) - -> Route 133 (Süd) bis St. Albans, Vermont (USA). In St. Albans erledigten wir ein paar Dinge, die wir von Kanada aus nicht erledigen konnten, besuchten einen Tierarzt, um Lobos Schilddrüsenmedikamente nachfüllen zu lassen und dann ging die Fahrt weiter durch das wunderschöne, bewaldete, nördliche Vermont. Reiseroute: Vermont Highway 104 (Süd) - -> Vermont Highway 15 (Ost) - -> Vermont Highway 100 (Nord) (Hyde Park). Etwa 15 km nördlich von Hyde Park übernachteten wir in Eden hinter einem Restaurant/Laden/Tankestelle auf einer Wiese in einem wunderschönen Talkessel. Die Nacht war bei 4 °C schon ziemlich kalt! Als wir um 11:35 Uhr weiterfuhren, hatte es sich auf 18°C erwärmt, Sonne und Wolken wechselten sich ab und im Laufe des Nachmittags verdrängte die Sonne alle Wolken. Kurz hinter Eden begegnete uns ein Elch auf der Landstraße. Reiseroute: Vermont Highway 100 (Nord) - -> Newport, Vermont - -> Highway 105 (Nord) - -> kanadische Grenze (Derby Line) - -> Autoroute 55 (Nord) - - > Québec Route 143 (Nord) bis Sherbrooke - -> Autoroute 55 (Nord) - -> Richmond, wo wir bei einer Stahlbrücke umkehren mussten, deren Trägerroste für Fahrzeuge über 3,6 m zu niedrig waren (wir sind 4 m hoch). Über eine andere Brücke gelangten wir auf die andere Seite des Flusses, fuhren auf Québec Route 116 weiter bis Victoriaville und übernachteten dort auf einem Wal-Mart Parkplatz. Der 6. September begann mit leeren Autobatterien, doch Chuck fand ein nettes, junges Ehepaar, das uns aus der Patsche half. Sie verstanden zwar kein Englisch und unser Französisch ist ziemlich rostig, aber ein Mann, der mit einem Starthilfekabel neben seinem Fahrzeug steht und hilflos aussieht, bringt es ganz gut herüber, auf was er es abgesehen hat. Wir bedankten uns mit vielen „merci beaucoups“ und fuhren gegen 12:30 Uhr bei 17 ° C und Regen ab (Tachostand: 73141 Meilen). Reiseroute: Québec Route 116 (Nord) - -> Dosquet - -> Québec Route 271 (Nord) - -> Autoroute 20 (Ost) - -> Autoroute 73 (Nord) - -> Autoroute 540 - -> Autoroute 40 (West) - -> Ausfahrt 298 - -> Québec Route 138 (West) - -> St. Augustine-de-Desmaures. In St. Augustine-de-Desmaures, 209, Rte. 138 fanden wir auf dem "Camping Canadien/Américain" Campingplatz für $22 pro Nacht einen Stellplatz mit 30 Ampère Strom, Wasser und Kanalisation und mieteten uns bis zum 11. September ein. (Ankunftstachostand: 73220 Meilen.) Das Wetter hatte sich im Laufe des Tages etwas gebessert und es regnete nicht mehr. Der 7. September war ein heißer und schwüler Tag. Wir nutzten ihn als Haushaltstag und am späten Nachmittag fuhren wir in die Innenstadt von Québec, um uns ein wenig umzusehen (siehe Fotos). Am nächsten Morgen war es etwas kühler, ein starker Wind kam auf und als es Abend wurde, war das Wetter sehr angenehm. Wir verbrachten den Tag auf dem Campingplatz und bereiteten uns auf Elkes und Martins Besuch vor, die wir am 9. September um 15:18 Uhr am Flughafen in Québec (Stadt) abholten. (Elke ist eine ehemalige Arbeitskollegin von mir, mit der ich bei Abbott in Wiesbaden-Delkenheim arbeitete und Martin ist ihr Sohn.) Groß war die Wiedersehensfreude! Martin mietete sich ein tolles Auto am Flughafen, Chuck fuhr alleine zurück zum Campingplatz und ich stieg bei Martin und Elke mit zu und wir fuhren hinterher. Am Abend gab es leckere, deutsche Mitbringsel zum Abendessen und nach einem Spaziergang mit Lobo, welcher die Beiden ganz schnell in unserem „Rudel“ akzeptierte, gingen wir alle früh zu Bett. Elke schlief auf der ausklappbaren Couch und Martin schlief auf einer dicken Luftmatratze auf dem Fußboden neben ihr. Für Montag war eine Stadtbesichtigung von Québec angesagt, wo wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten (die Altstadt, Château Frontenac, Place d'Armes, Dufferin Terrace, etc.) durchstreiften (siehe Fotos). Da Martin nur eine Woche Zeit hatte und uns bereits am 16. September von Halifax, Nova Scotia aus verlassen würde, blieb uns keine Zeit, länger in Québec zu verweilen und wir verließen diese tolle Stadt bereits am Dienstag. Bei strömenden Regen und 12°C brachen wir um 10:35 Uhr von unserem Campingplatz in St. Augustine-de-Desmaures auf (Tachostand bei Abfahrt: 73282 Meilen). Der Himmel war so verhangen, dass man kaum etwas sehen konnte, es goss in Strömen und wir nutzten den Tag rein zum „Kilometerfressen“, um Halifax näher zu kommen. Reiseroute: Québec Route 138 (Ost) - -> Autoroute 40 (Ost) - -> Autoroute 540 - -> Autoroute 73 (Süd) - -> Autoroute 20 (Ost) - -> Québec Route 185 (Südost) - -> New Brunswick Autoroute 2 - -> St. Basile (New Brunswick = Neubraunschweig) (< - - bitte anklicken), südlich von Edmundston. In St. Basile übernachteten wir auf einem Campingplatz und Martin lud uns zum Abendessen ein. Er war nicht so ganz glücklich mit dem, was er sich von der Speisekarte ausgesucht hatte (eine lokale, fleischlose Spezialität, die aus einer Art Pommes mit Soße bestand), aber wir anderen drei hatten mehr Glück. Der Mittwoch brachte Sonne mit Wolken (ohne Regen) und 17°C. Wir verließen St. Basile gegen 11:15 Uhr und fuhren auf der New Brunswick Autoroute 2 weiter bis Woodstock, wo wir Martin und Elke in einem Blockhausrestaurant zum Mittagessen einluden. Wir fanden am Abend einen Campingplatz südöstlich von Oromocto in der Nähe von Gagetown (2 km südlich von Ausfahrt 330 New Brunswick Autoroute 2). Elke und Martin machten einen Ausflug nach Gagetown und besorgten ein paar Lebensmittel, während ich mich mit unserer schmutzigen Wäsche befasste. Mangels Luft- und Lichtverschmutzung wurden wir in dieser Nacht mit dem Anblick eines herrlichen Sternenhimmels und der Milchstraße belohnt. Geburtstagsfrühstück wurde im Freien bei herrlichem Sonnenschein, wenn auch etwas kühlen Temperaturen, serviert (siehe Fotos). Tachostand bei Abfahrt von Gagetown um 11:40 Uhr: 73690 Meilen. Wir fuhren auf der New Brunswick Autoroute 2 weiter bis Moncton, wo wir meinten, wir dürften uns die große Touristenattraktion des „Magnetic Hill“ nicht entgehen lassen. Laut Baedeker Reiseführer berichtet der Verfasser (Erwähnung/ Zitat): Der Magnetic Hill, der "westlich der Stadt liegt", ist die "zweite große Attraktion" neben der Flutwelle. Autofahrer erhalten am "steilen Abhang" die Anweisung, den Leerlauf einzulegen und die Bremsen zu lösen. Der Wagen scheint "wie von Geisterhand" bewegt zu sein, da er trotzdem bergauf zu fahren scheint. Es handelt sich jedoch um eine "optische Täuschung", an der die Kinder laut Meinung des Autors "ihren Spaß haben werden". Damit die Kinder noch mehr Spaß haben können, wurde "gleich nebenan" der "Magic Mountain Water Park" angelegt. Da wir für dieses Erlebnis das Wohnmobil hätten abkoppeln müssen, waren wir froh, dass wir bei Martin und Elke mitmachen konnten. Wir parkten unser Gespann auf einem Parkplatz in der Nähe des „Magnetic Hill“, stiegen bei den Beiden mit ein und freuten uns auf die „große Attraktion“. Als erstes wurden Martin, dem Fahrer, $ 5.00 abgenommen (das stand nicht im Reiseführer). Dann kam ein kleines Hügelchen (einen „steilen Abhang“ sahen wir nirgendwo), Martin befolgte die Anweisung, den Leerlauf einzulegen, und dann rollten wir tatsächlich ein wenig zurück. Aber die optische Täuschung war nicht sehr eindrucksvoll. Wir versuchten es noch ein zweites Mal, mit der Nase nach vorne, aber auch so war es nicht gerade das Erlebnis, das wir erwartet hatten. Fünf Dollar ärmer, fuhren wir zurück zum Wohnmobil mit dem Gefühl, ganz schön veräppelt worden zu sein. Wir fuhren durch Moncton, eine Stadt, die man schnell vergessen kann und erreichten Nova Scotia (Neuschottland) (< - - bitte anklicken) über die New Brunswick Highway 2. Auf Nova Scotia Highway 104 ging die Reise weiter bis Springhill, wo wir von der 104 abbogen und einem Campingplatzschild folgten. Nach mehreren Kilometern hörte die Beschilderung auf und als wir anhielten, um uns zu erkundigen, wurde uns mitgeteilt, dass der Campingplatz schon mehrere Jahre nicht mehr existiere. Der Mann, den ich fragte, bot uns jedoch an, uns einen Platz zu zeigen, wo wir übernachten könnten. Wir fuhren also hinter ihm her und er führte uns zu einem gebührenfreien Campingplatz ohne Anschlüsse auf einer schönen Wiese neben einem Bergbaumuseum. Dort ließen wir uns häuslich nieder und Elke lud uns im „Jade Palace“ zum chinesischen Geburtstagsessen ein (siehe Fotos). Wir verbrachten eine sehr kalte Nacht neben dem Bergbaumuseum und am nächsten Tag erreichten wir am frühen Nachmittag Hammonds Plains, in der Nähe von Halifax, Nova Scotia, wo wir uns im Woodhaven RV Park für eine Woche einmieteten. Nachdem wir alles angeschlossen und aufgebaut hatten, fuhren wir in Martins Mietwagen mit ihm und Elke in die Innenstadt von Halifax. Wir schauten uns die Stadt an und abends lud uns Elke zum Lobsterschmaus im „Atlantic Steak und Lobster House“ ein. Dies war ein wirklich kulinarisches Erlebnis und wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten (siehe Fotos)! Martins letzter Tag in Kanada vor seinem Abflug zeigte sich von seiner unschönsten Seite. Es war kalt und regnete fast ununterbrochen. Die geplante Rundfahrt südlich von Halifax an den Buchten entlang auf Nova Scotia Highway 3 (und Nebenstrecken) musste leider wegen des schlechten Wetters vorzeitig abgebrochen werden. Zum Mittagessen lud uns Martin in Mahone Bay (< - - bitte anklicken) in ein nettes Restaurant ein mit tollem Ausblick auf die Bucht und das Städtchen mit seinen 5 malerischen Kirchen (< - - bitte anklicken). Hinter Voglers Cove gaben wir wegen Sturm, Regen und schlechter Sicht auf und kehrten von Auffahrt 17 über die Nova Scotia Highway 103 (Schnellstraße) zurück nach Halifax. Das von uns geplante Abschiedsessen für Martin im „Waterfront Warehouse “ (< - - bitte anklicken) ließen wir allerdings nicht ausfallen und die Jakobsmuscheln waren ein wirklicher Genuss (siehe Fotos). Das Wetter schlug über Nacht um und als wir Martin am nächsten Tag zum Flughafen brachten, lachte die Sonne. Martin lachte weniger, denn als er seinen Mietwagen abgab, wurde ihm eine saftige Summe in Rechnung gestellt, da er den Wagen nicht am gleichen Ort ablieferte, wo er ihn abgeholt hatte und das obwohl ihm das Reisebüro in Deutschland vorher zugesichert hatte, dass er keine solche Gebühr bezahlen müsse. Elke kehrte mit uns zum Campingplatz zurück und genoss die Nachmittagssonne während ich Wäsche wusch und ein wenig klar Schiff zu machen versuchte. Vor dem Abendessen fuhren wir alle gemeinsam zum „Farmers Market“ und kauften frisches Gemüse. Montag, 17. September brachte wieder viel Sonnenschein. Chuck wechselte einen schadhaften Reifen am Wohnmobil. Elke und ich gingen mit Lobo spazieren und anschließend fuhren wir los, um bei Wal-Mart den kaputten Reifen reparieren zu lassen. Wir lieferten ihn in der Wal-Mart Werkstatt ab und Elke und ich kauften Wolle, um Socken zu stricken. Sie wollte, dass ich ihr zeige, wie das geht und ich war der Meinung, dass ich das anhand dessen, woran ich mich diesbezüglich noch erinnern konnte und mit Hilfe von handgestrickten Socken, die wir als Vorlage hier hatten, sicher irgendwie hinkriegen würde. Am Abend brutzelten wir Steaks über dem Lagerfeuer. Das gute Wetter hielt weiterhin an und am nächsten Tag, als wir unseren Reifen abholen wollten, stellte sich leider heraus, dass dieser nicht mehr repariert werden konnte und wir mussten auf die Suche nach einem neuen Reifen gehen. Wir fanden eine Werkstatt, die den gewünschten Reifen bis zum nächsten Tag bestellen konnte. Anschließend fuhren wir nach Peggy’s Cove, <- - bitte anklicken) (siehe auch Fotos). Abends strickten Elke und ich und es klappte recht gut mit den Socken. So nach und nach erinnerte ich mich ziemlich genau daran, wie es geht und Elke erwies sich als eine äußerst gelehrige Schülerin, die in den fünf Wochen, die sie nach Martins Abflug noch bei uns blieb, fast 3 Paar Socken fertig strickte. (Ich schaffte gerade mal ein Paar, konnte allerdings auch nicht DIE Begeisterung dafür aufbringen, die Elke erfasst hatte.) Mittwoch, der 19. September war Elkes erster Diättag. Sie wollte an meiner Diät etwas teilnehmen, um ein paar Pfunde abzunehmen und ich zeigte ihr meine Methode. Nachmittags fuhr Chuck uns beide in die Stadt und er kümmerte sich um den Reifen und um unsere Propantanks, die aufgefüllt werden mussten. Unterdessen gingen Elke und ich einen Stadt- und Geschäftebummel machen, gingen in einem sehr gemütlichen Café mit tiefen Polstersesseln etwas trinken und saßen am Hafen auf einer Bank und schauten den Schiffen zu. Abends holte Chuck uns wieder ab. Tags darauf (Donnerstag, 20. September) war es vormittags bedeckt aber im Laufe des Nachmittags erholte sich das Wetter und die Sonne kam hervor. Elke und ich haben einen Apfel Cobbler gebacken, Wäsche gewaschen und ich kümmerte mich ein wenig um den Haushalt. Elke ging, wie fast jeden Tag, mit Lobo spazieren. Die beiden waren richtig dicke Freunde geworden und sie verwöhnte ihn auch gerne mit Leckerlis. Er wusste das sehr zu schätzen! Am späten Nachmittag fuhren wir zum Supermarkt und Elke ließ es sich nicht nehmen, unseren Lebensmittelvorrat aufzustocken. Zum Abendessen gab es dann Jakobsmuscheln in Knobisauce (kalorien- und kohlehydratarm, aber LECKER!). Freitag, der 21. September war Abreisetag. Das Wetter war sonnig bei 21°C und wir verließen Hammond Plains um 12 Uhr mittags. Tachostand bei Abfahrt: 74225 Meilen. Reiseroute: Nova Scotia Highway 102 (Nord) von Auffahrt 3 bis Ausfahrt 4 - -> Nova Scotia Highway 101 (Südost) - -> Nova Scotia Highway 7 (Nord) bis Murphy Cove. Dort im „Murphy on the Ocean Campingplatz“ übernachteten wir. Am Abend machten wir mit dem Campingplatzbesitzer, welcher auch unser Kapitän war, eine 2-stündige Bootfahrt durch die Buchten und hinaus auf den Atlantik. Wir durften auch das Boot steuern (siehe Fotos). Ein junges Ehepaar aus der Schweiz war mit von der Partie. 22. September, 07 (Samstag) verließen wir Murphy Cove wieder. Der Himmel war bedeckt, es war bei 19°C sehr schwül. Wir fuhren um 11:40 Uhr los (Tachostand bei Abfahrt: 74314 Meilen). Reiseroute: Nova Scotia Highway 7 (Nord) bis Sherbrook, dann landeinwärts auf die andere Seite der Insel bis Antigonish. Dort im Farmer’s Market Tomaten, Eis und Cinnamon Rolls (Zimtschnecken) gekauft (schlecht für die Diät) und auf Nova Scotia Highway 104 (Süd) und Nova Scotia Highway 4 bis New Glasgow gefahren. Der „Cranberry Campingplatz“ in Lower Barney’s River, den wir angepeilt hatten, war voll, aber nachdem wir uns in New Glasgow kundig gemacht hatten, fanden wir dann in Picton im „Harbour Light Trailer Court & Family Campground“ (Nova Scotia Highway 104, Ausfahrt 22 - -> Nova Scotia Highway 106) einen Stellplatz. Zum Abendessen gab es Koteletts, panierte grüne Tomaten und Maiskolben. 23. September 07 (Sonntag). Wetter: vormittags bedeckt 19°C, nachmittags sonnig. Tachostand bei Abfahrt: 74479 Meilen. Nachdem wir alle miteinander einen Spaziergang zum Strand gemacht hatten, fuhren wir um 12 Uhr ab. Die Fahrt ging auf Nova Scotia Highway 6 (West) am Northumberland Straight entlang bis Port Elgin, New Brunswick, dann auf New Brunswick Highway 16 in Richtung Norden über die 13 km lange „Confederation Bridge“ (Konföderationsbrücke, Baujahr 1997) (< - - bitte anklicken) nach Prince Edward Island (< - - bitte anklicken). Über Prince Edward Island (PEI) Highway 1 erreichten wir Charlottetown, die Hauptstadt der Provinz. Östlich von Charlottetown an PEI Highway 26, kurz vor Alexandra fanden wir oben auf einem Hügel den „Vistabay Golf & RV Park“ Campingplatz und mieteten uns dort zuerst für 4 Nächte ein, verlängerten dann aber bis zum Ende des Monats, weil es uns so gut dort gefiel. Der Campingplatz war meistens ziemlich leer, wir hatten einen wunderschönen Blick auf die Northumberland Bucht und wir genossen unsere Tage dort sehr (abgesehen von einer gewissen „Duftnote“, auf die ich zu gegebenem Zeitpunkt noch zu sprechen kommen werde). 24. September 07 (Montag): Es war windig mit Sonne und Wolken, also ideales Wetter, Wäsche zu waschen. Spät am Nachmittag fuhren wir nach Charlottetown zur Basilika, die aber leider schon zu war. Wir bummelten durch die Stadt, aßen in der „Gahan Brauerei“ eine Kleinigkeit, Elke und Chuck probierten das Bier, das dort gebraut wird (siehe Fotos) und auf der Rückfahrt zum Campingplatz machten wir noch einige Supermarktbesorgungen. Am nächsten Morgen war es windig und kalt. Wir fuhren in die Stadt, um die Basilika zu besichtigen (siehe Fotos) und im Anschluss daran ging es weiter zur nördlichen Küste der Insel, wo wir den „Prince Edward Island Nationalpark“ besuchten und mit Lobo am Strand spazieren gingen (siehe Fotos). Als wir zum Campingplatz zurückkamen, nahm Elke eine Golfstunde (siehe Fotos), was ich schon bei der Anmeldung mit dem Besitzer der Anlage besprochen hatte. Er schien selbst viel Spaß dabei zu haben, sie einzuweisen und zum Schluss schenkte er ihr noch die Stunde und sie musste weder für den Unterricht, noch für die Golfplatzbenutzung etwas bezahlen. Er lud sie ein, am nächsten Tag weiter zu üben, aber das klappte dann nicht mehr, denn an diesem Abend geschah etwas, das uns so Einiges vermieste! Nach der Golfstunde grillten wir Jakobsmuscheln in Speck gewickelt über dem Lagerfeuer und dazu gab es gebratene Süßkartoffeln und Salat. Kurz bevor wir zu Bett gingen, bekamen wir Besuch von einem Stinktier, das irgendwo in unsere Nähe seinen Duft abgab. Wo genau, war nie so richtig zu ergründen. Es stank überall, wir konnten die ganze Nacht deshalb kaum schlafen und zu allem Übel wälzte sich dann Lobo am nächsten Morgen auch noch in dem Gestank und brachte den Geruch ins Wohnmobil. Wir waren den ganzen Tag wie gerädert, Elke schlief vor Müdigkeit sogar im Gartenstuhl ein und versäumte ihre Golfstunde. Lobo musste gebadet werden. Trotzdem hing der Gestank in der Luft und man bekam ihn nicht aus der Nase. Auch am nächsten Tag stank es noch. Das Wetter war wieder schön geworden und wir suchten das Weite, um von dem Gestank wegzukommen. Wir fuhren nach Summerside und schauten uns dort den Hafen und die altehrwürdigen Villen einer vergangenen Zeit an (siehe Fotos). Anschließend fuhren wir weiter nach Cavendish zum „Green Gable House“ (<- - bitte anklicken) Anne auf Green Gables (Originaltitel: Anne of Green Gables) ist ein Kinderbuch der kanadischen Autorin Lucy Maud Montgomery, dessen Erstausgabe 1908 erschien. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz fanden wir endlich einen Supermarkt, der die tief gefrorene Meeresfrüchte Lasagna hatte, von welcher ich Elke schon seit ihrer Ankunft vorgeschwärmt hatte. Diese gab es dann zum Abendessen und Elke schmeckte sie auch sehr gut. (Leider nicht so ganz das Richtige, wenn man eine Diät halten will.) Der Freitag brachte starken Regen. Ein Leck im Schlafzimmer machte sich bemerkbar. (Chuck konnte es erst später reparieren.) Wir blieben daheim, Elke strickte an ihren Socken, Chuck betätigte sich an diesem und jenen, sah ein wenig fern und ich kümmerte mich um die Buchführung, Bankauszüge und ähnliches. Das Stinktier roch man noch immer! Samstag (29. September 2007) war es vormittags bewölkt und windig, nachmittags zunehmend schöner, mit viel Sonne am späten Nachmittag. Aber es blieb ziemlich kühl. Wir machten uns auf, um die Ostseite der Insel zu erkunden. Wir fuhren den „East Coastal Drive“ nach Wood Island zur Fährenanlegestelle. Mit dieser Fähre hätten wir von Picton (Nova Scotia) direkt nach Prince Edward Island fahren können, aber wir hatten ja vorgezogen über Land (und Brücke) zu fahren. Wir schauten uns die Leuchttürme an und weiter ging es auf PEI Highway 4 - -> PEI Highway 18 nach Beach Point - -> Murray Harbour - -> Murray River - -> PEI Highway 24 - -> Dover - -> Caledonia - -> PEI Highway 3 - -> PEI Highway 1 und über Charlottetown zur Port-la-Joye-Fort Amherst National Historic Site. Fort Amherst erinnert an die erste dauerhafte Siedlung auf Prince Edward Island, die im Jahre 1720 von Franzosen und Akadiern gegründet worden ist. Die Ausstellungen im Visitor Centre zeigen archäologische Artefakte, die hier gefunden wurden. Das Anwesen bietet erstklassige Ausblicke auf die Landschaft und den Hafen von Charlottetown (siehe Fotos). Als wir am Abend zum Campingplatz zurückkehrten, habe ich zum Abendbrot ein Maisbrot gebacken, welches Elke sehr gut schmeckte. Sie kannte es von einem Besuch in Texas vor ein paar Jahren und schwärmte davon. Ich war neugierig, ob es so ähnlich war, wie ich es mache. Nach dem Abendessen wurde noch ein wenig für die bevorstehende Abfahrt gepackt und am nächsten Vormittag, Sonntag, dem 30. September, ging die Reise weiter. Tachostand bei Abfahrt vom Vistabay Campingplatz um 12 Uhr: 74971 Meilen. Wetter: Sonne, Wolken, Wind, 11°C. Reiseroute: PEI Highway 1 zurück zur Konföderationsbrücke - - > New Brunswick Highway 16 - - > New Brunswick Highway 2 - -> Sackville. Dort hatten wir ein Picknick in einem Stadtpark. Fortsetzung der Reiseroute: New Brunswick Highway 106 - -> Moncton - - > New Brunswick Highway 114 - -> Fundy Nationalpark. Wir mieteten uns im Chignecto Campingplatz im Fundy Nationalpark für 2 Nächte ein. Wir waren mitten im Wald und konnten deshalb keine Satelliten-Internetverbindung bekommen, hatten dafür aber alle Anschlüsse, die man sonst so braucht: Wasser, 50 amp. Strom und Kanalisation. Weil’s so gut war, gab es zum Abendessen noch einmal Meeresfrüchte Lasagne mit Apple Cobbler zum Nachtisch und damit beendeten wir den Monat September. Fortsetzung folgt…………… |