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    Reisebericht September 2007 (Beginnt in Ottawa, Kanada)

    Nachdem wir den 1. September mit Packen, Putzen,
    Autoaussaugen und Lobos „großem Badetag“ verbracht hatten,
    fuhren wir am 2. September weiter nach Montréal (Provinz
    Québec) (< - - bitte anklicken).  Es war sonnig, die
    Temperatur betrug 26°C und unser Tachostand zeigte bei
    Abfahrt von Ottowa um 12 Uhr mittags 72570 Meilen.  

    Die Reiseroute führte uns über Highway 417 (Ost) in die
    Provinz Québec und dann auf der Highway 40 (Ost) - ->
    Highway 20 (Ost) - -> Route 138 (Ost) - -> Route 132 (Ost) - -
    > Highway 15 (Süd) (Ausfahrt 38) bis Saint-Philippe (225 km
    von Ottowa entfernt), wo wir 2 Nächte im Camping Amérique
    (Stellplatz 715) buchten.  

    Am Abend fuhren wir in die Innenstadt von Montréal und
    holten bei der Touristenauskunft am Dorchester Square
    Erkundigungen ein, hinsichtlich unserer für den nächsten Tag
    geplanten Stadtrundfahrt.  Anschließend bummelten wir mit
    Lobo durch den Park und auf der Rückfahrt zum Campingplatz
    besuchten wir ein chinesisches Buffet zum Abendessen.

    Wie auch in den USA, wird in Kanada der erste Montag im
    September als „Labour Day“ (Tag der Arbeit) gefeiert und
    als wir am nächsten Morgen um 10 Uhr für die Stadtrundfahrt
    mit „Gray Line“ zum Dorchester Square zurückkehrten,
    erwarteten wir deshalb keine Parkprobleme.  Wir parkten
    zuerst an einer Parkuhr, aber dort durfte man nur maximal 2
    Stunden parken.  Also suchten wir uns ein Parkhaus.

(Bitte Bilder anklicken,
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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht September 2007

    An der Einfahrt hing ein Schild, wie hoch diese sei und wir zogen unseren Parkschein aus
    dem Automaten, das Tor öffnete sich und wir fuhren getrost ein.  Das Tor schloss sich
    hinter uns und die Parkplätze auf der ersten Ebene waren alle reserviert.  Die Zufahrt
    zur zweiten Ebene war aber viel niedriger und mit unserem Dachträger waren wir viel zu
    hoch, um weiterfahren zu können.  Im Wächterhäuschen war kein Mensch zu sehen, nur ein
    Schild hing an der Tür „Komme bald zurück“.  Es kam aber keiner!  Nach aufwendigem Hin-
    und hermanövrieren gelang es uns endlich, uns hinter einem Lieferwagen auf einem
    reservierten Parkplatz auf der ersten Ebene so gut zu verstecken, dass man uns vom
    Wächterhäuschen aus nicht sehen konnte.  Da Feiertag war, hofften wir, dass der
    Eigentümer des reservierten Stellplatzes an diesem Tag nicht von seinem Recht Gebrauch
    zu machen wünschte.  Viel Zeit war durch diese ganze Parkangelegenheit vergangen und
    wir schafften es gerade noch rechtzeitig, unseren Tourbus zu erreichen.  Wir besichtigten
    Montréal (siehe Fotos) bei herrlichem Wetter und als wir am frühen Nachmittag zum
    Parkhaus zurückkehrten, war das Wächterhäuschen immer noch unbesetzt, unser Truck
    stand, wo wir ihn „versteckt“ hatten, wir zahlten die Parkgebühr und schauten, dass wir
    wegkamen.  Da es noch relativ früh am Tag war, beschlossen wir, einen kurzen Abstecher
    nach Plattsburg (im Bundesstaat New York) zu machen.  Dies erwies sich als einer unserer
    weniger guten Einfälle!  Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wegen des auf beiden
    Seiten der Landesgrenzen eingehaltenen Feiertags so viel Verkehr unterwegs sein würde.  
    Wir standen 2 ½ Stunden an der Grenze im Stau, ohne eine Möglichkeit umzukehren.  Auf
    dem Rückweg waren es „nur“ 2 Stunden und dann wollte uns der kanadische Grenzbeamte
    noch Ärger machen, weil wir in USA ein paar Lebensmittel eingekauft hatten.  Er tat so
    „gnädig“ und meinte, eigentlich müssten wir Zoll drauf zahlen, weil wir nur so kurz in USA
    gewesen seien und nun das Zeug nach Kanada „einführen“ würden, aber diesmal würde er
    es durchgehen lassen.  So ein Quatsch!  Der Aufwand für den Zoll hätte sich bei den paar
    Dollar überhaupt nicht gelohnt.   Der Kerl wollte sich nur wichtig machen!
    Wir kamen erst um 23 Uhr wieder zurück zum Campingplatz in Saint-Philippe.

    Am nächsten Morgen packten wir unsere Siebensachen und verließen Saint-Philippe bei
    Sonne und 24°C um 12 Uhr mittags (Tachostand: 728940).

    Reiseroute:  Highway 15 (Süd) bis Ausfahrt 6 - -> Route 202 (Ost) - -> Route 28 (Ost) - ->
    Route 133 (Süd) bis St. Albans, Vermont (USA).

    In St. Albans erledigten wir ein paar Dinge, die wir von Kanada aus nicht erledigen
    konnten, besuchten einen Tierarzt, um Lobos Schilddrüsenmedikamente nachfüllen zu
    lassen und dann ging die Fahrt weiter durch das wunderschöne, bewaldete, nördliche
    Vermont.  

    Reiseroute: Vermont Highway 104 (Süd) - -> Vermont Highway 15 (Ost) - -> Vermont
    Highway 100 (Nord) (Hyde Park).  

    Etwa 15 km nördlich von Hyde Park übernachteten wir in Eden hinter einem
    Restaurant/Laden/Tankestelle auf einer Wiese in einem wunderschönen Talkessel.   Die
    Nacht war bei 4 °C schon ziemlich kalt!  Als wir um 11:35 Uhr weiterfuhren, hatte es sich
    auf 18°C erwärmt, Sonne und Wolken wechselten sich ab und im Laufe des Nachmittags
    verdrängte die Sonne alle Wolken.  Kurz hinter Eden begegnete uns ein Elch auf der
    Landstraße.

    Reiseroute: Vermont Highway 100 (Nord) - -> Newport, Vermont - -> Highway 105 (Nord)
    - -> kanadische Grenze (Derby Line) - -> Autoroute 55 (Nord) - - > Québec Route 143
    (Nord) bis Sherbrooke - -> Autoroute 55 (Nord) - -> Richmond, wo wir bei einer
    Stahlbrücke umkehren mussten, deren Trägerroste für Fahrzeuge über 3,6 m zu niedrig
    waren (wir sind 4 m hoch).  Über eine andere Brücke gelangten wir auf die andere Seite
    des Flusses, fuhren auf Québec Route 116 weiter bis Victoriaville und übernachteten dort
    auf einem Wal-Mart Parkplatz.

    Der 6. September begann mit leeren Autobatterien, doch Chuck fand ein nettes, junges
    Ehepaar, das uns aus der Patsche half.  Sie verstanden zwar kein Englisch und unser
    Französisch ist ziemlich rostig, aber ein Mann, der mit einem Starthilfekabel neben seinem
    Fahrzeug steht und hilflos aussieht, bringt es ganz gut herüber, auf was er es abgesehen
    hat.  Wir bedankten uns mit vielen „merci beaucoups“ und fuhren gegen 12:30 Uhr bei 17 °
    C und Regen ab (Tachostand: 73141 Meilen).

    Reiseroute: Québec Route 116 (Nord) - -> Dosquet - -> Québec Route 271 (Nord) - ->
    Autoroute 20 (Ost) - -> Autoroute 73 (Nord) - -> Autoroute 540 - -> Autoroute 40 (West)
    - -> Ausfahrt 298 - -> Québec Route 138 (West) - -> St. Augustine-de-Desmaures.  

    In  St. Augustine-de-Desmaures, 209, Rte. 138 fanden wir auf dem "Camping
    Canadien/Américain" Campingplatz für $22 pro Nacht einen Stellplatz mit 30 Ampère
    Strom, Wasser und Kanalisation und mieteten uns bis zum 11. September ein.  
    (Ankunftstachostand: 73220 Meilen.)  Das Wetter hatte sich im Laufe des Tages etwas
    gebessert und es regnete nicht mehr.

    Der 7. September war ein heißer und schwüler Tag.  Wir nutzten ihn als Haushaltstag und
    am späten Nachmittag fuhren wir in die Innenstadt von Québec, um uns ein wenig
    umzusehen (siehe Fotos).  Am nächsten Morgen war es etwas kühler, ein starker Wind kam
    auf und als es Abend wurde, war das Wetter sehr angenehm.  Wir verbrachten den Tag
    auf dem Campingplatz und bereiteten uns auf Elkes und Martins Besuch vor, die wir am 9.
    September um 15:18 Uhr am Flughafen in Québec (Stadt) abholten. (Elke ist eine
    ehemalige Arbeitskollegin von mir, mit der ich bei Abbott in Wiesbaden-Delkenheim
    arbeitete und Martin ist ihr Sohn.)

    Groß war die Wiedersehensfreude!  Martin mietete sich ein tolles Auto am Flughafen,
    Chuck fuhr alleine zurück zum Campingplatz und ich stieg bei Martin und Elke mit zu und
    wir fuhren hinterher.  Am Abend gab es leckere, deutsche Mitbringsel zum Abendessen
    und nach einem Spaziergang mit Lobo, welcher die Beiden ganz schnell in unserem „Rudel“
    akzeptierte, gingen wir alle früh zu Bett.  Elke schlief auf der ausklappbaren Couch und
    Martin schlief auf einer dicken Luftmatratze auf dem Fußboden neben ihr.

    Für Montag war eine Stadtbesichtigung von Québec angesagt, wo wir alle wichtigen
    Sehenswürdigkeiten (die Altstadt, Château Frontenac, Place d'Armes, Dufferin Terrace,
    etc.) durchstreiften (siehe Fotos).  Da Martin nur eine Woche Zeit hatte und uns bereits
    am 16. September von Halifax, Nova Scotia aus verlassen würde, blieb uns keine Zeit,
    länger in Québec zu verweilen und wir verließen diese tolle Stadt bereits am Dienstag.  
    Bei strömenden Regen und 12°C brachen wir um 10:35 Uhr von unserem Campingplatz in
    St. Augustine-de-Desmaures  auf (Tachostand bei Abfahrt: 73282 Meilen).  Der Himmel
    war so verhangen, dass man kaum etwas sehen konnte, es goss in Strömen und wir nutzten
    den Tag rein zum „Kilometerfressen“, um Halifax  näher zu kommen.

    Reiseroute: Québec Route 138 (Ost) - -> Autoroute 40 (Ost) - -> Autoroute 540 - ->
    Autoroute 73 (Süd) - -> Autoroute 20 (Ost) - -> Québec Route 185 (Südost) - -> New
    Brunswick Autoroute 2 - -> St. Basile (New Brunswick = Neubraunschweig) (< - - bitte
    anklicken), südlich von Edmundston.

    In St. Basile übernachteten wir auf einem Campingplatz und Martin lud uns zum
    Abendessen ein.  Er war nicht so ganz glücklich mit dem, was er sich von der Speisekarte
    ausgesucht hatte (eine lokale, fleischlose Spezialität, die aus einer Art Pommes mit Soße
    bestand), aber wir anderen drei hatten mehr Glück.

    Der Mittwoch brachte Sonne mit Wolken (ohne Regen) und 17°C.  Wir verließen St. Basile
    gegen 11:15 Uhr und fuhren auf der New Brunswick Autoroute 2 weiter bis Woodstock, wo
    wir Martin und Elke in einem Blockhausrestaurant zum Mittagessen einluden.  Wir fanden
    am Abend einen Campingplatz südöstlich von Oromocto in der Nähe von Gagetown (2 km
    südlich von Ausfahrt 330 New Brunswick Autoroute 2).  Elke und Martin machten einen
    Ausflug nach Gagetown und besorgten ein paar Lebensmittel, während ich mich mit
    unserer schmutzigen Wäsche befasste.  Mangels Luft- und Lichtverschmutzung wurden
    wir in dieser Nacht mit dem Anblick eines herrlichen Sternenhimmels und der Milchstraße
    belohnt.







    Geburtstagsfrühstück wurde im Freien bei herrlichem Sonnenschein, wenn auch etwas
    kühlen Temperaturen,  serviert (siehe Fotos).

    Tachostand bei Abfahrt von Gagetown um 11:40 Uhr: 73690 Meilen.
    Wir fuhren auf der New Brunswick Autoroute 2 weiter bis Moncton, wo wir meinten, wir
    dürften uns die große Touristenattraktion des „Magnetic Hill“ nicht entgehen lassen.  Laut
    Baedeker Reiseführer berichtet der Verfasser (Erwähnung/ Zitat):
    Der Magnetic Hill, der "westlich der Stadt liegt", ist die "zweite große Attraktion" neben
    der Flutwelle. Autofahrer erhalten am "steilen Abhang" die Anweisung, den Leerlauf
    einzulegen und die Bremsen zu lösen. Der Wagen scheint "wie von Geisterhand" bewegt zu
    sein, da er trotzdem bergauf zu fahren scheint. Es handelt sich jedoch um eine "optische
    Täuschung", an der die Kinder laut Meinung des Autors "ihren Spaß haben werden". Damit
    die Kinder noch mehr Spaß haben können, wurde "gleich nebenan" der "Magic Mountain
    Water Park" angelegt.

    Da wir für dieses Erlebnis das Wohnmobil hätten abkoppeln müssen, waren wir froh, dass
    wir bei Martin und Elke mitmachen konnten.  Wir parkten unser Gespann auf einem
    Parkplatz in der Nähe des „Magnetic Hill“, stiegen bei den Beiden mit ein und freuten uns
    auf die „große Attraktion“.  Als erstes wurden Martin, dem Fahrer, $ 5.00 abgenommen
    (das stand nicht im Reiseführer).  Dann kam ein kleines Hügelchen (einen „steilen Abhang“
    sahen wir nirgendwo), Martin befolgte die Anweisung, den Leerlauf einzulegen, und dann
    rollten wir tatsächlich ein wenig zurück.  Aber die optische Täuschung war nicht sehr
    eindrucksvoll.  Wir versuchten es noch ein zweites Mal, mit der Nase nach vorne, aber
    auch so war es nicht gerade das Erlebnis, das wir erwartet hatten.  Fünf Dollar ärmer,
    fuhren wir zurück zum Wohnmobil mit dem Gefühl, ganz schön veräppelt worden zu sein.

    Wir fuhren durch Moncton, eine Stadt, die man schnell vergessen kann und erreichten
    Nova Scotia (Neuschottland)  (< - - bitte anklicken) über die New Brunswick Highway 2.  
    Auf Nova Scotia Highway 104 ging die Reise weiter bis Springhill, wo wir von der 104
    abbogen und einem Campingplatzschild folgten.  Nach mehreren Kilometern hörte die
    Beschilderung auf und als wir anhielten, um uns zu erkundigen, wurde uns mitgeteilt, dass
    der Campingplatz schon mehrere Jahre nicht mehr existiere.  Der Mann, den ich fragte,
    bot uns jedoch an, uns einen Platz zu zeigen, wo wir übernachten könnten.  Wir fuhren also
    hinter ihm her und er führte uns zu einem gebührenfreien Campingplatz ohne Anschlüsse
    auf einer schönen Wiese neben einem Bergbaumuseum.  Dort ließen wir uns häuslich nieder
    und Elke lud uns im „Jade Palace“ zum chinesischen Geburtstagsessen ein (siehe Fotos).  
    Wir verbrachten eine sehr kalte Nacht neben dem Bergbaumuseum und am nächsten Tag
    erreichten wir am frühen Nachmittag Hammonds Plains, in der Nähe von Halifax, Nova
    Scotia, wo wir uns im Woodhaven RV Park für eine Woche einmieteten.  Nachdem wir alles
    angeschlossen und aufgebaut  hatten, fuhren wir in Martins Mietwagen mit ihm und Elke in
    die Innenstadt von Halifax.  Wir schauten uns die Stadt an und abends lud uns Elke zum
    Lobsterschmaus im „Atlantic Steak und Lobster House“ ein.  Dies war ein wirklich
    kulinarisches Erlebnis und wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten (siehe Fotos)!

    Martins letzter Tag in Kanada vor seinem Abflug zeigte sich von seiner unschönsten Seite.  
    Es war kalt und regnete fast ununterbrochen.  Die geplante Rundfahrt südlich von Halifax  
    an den Buchten entlang auf Nova Scotia Highway 3 (und Nebenstrecken) musste leider
    wegen des schlechten Wetters vorzeitig abgebrochen werden.  Zum Mittagessen lud uns
    Martin in Mahone Bay  (< - - bitte anklicken) in ein nettes Restaurant ein mit tollem
    Ausblick auf die Bucht und das Städtchen mit seinen 5 malerischen Kirchen  (< - - bitte
    anklicken).  Hinter Voglers Cove gaben wir wegen Sturm, Regen und schlechter Sicht auf
    und kehrten von Auffahrt 17 über die Nova Scotia Highway 103 (Schnellstraße) zurück
    nach Halifax. Das von uns geplante Abschiedsessen für Martin im „Waterfront Warehouse
     (< - - bitte anklicken) ließen wir allerdings nicht ausfallen und die Jakobsmuscheln waren
    ein wirklicher Genuss (siehe Fotos).  

    Das Wetter schlug über Nacht um und als wir Martin am nächsten Tag zum Flughafen
    brachten, lachte die Sonne.  Martin lachte weniger, denn als er seinen Mietwagen abgab,
    wurde ihm eine saftige Summe in Rechnung gestellt, da er den Wagen nicht am gleichen
    Ort ablieferte, wo er ihn abgeholt hatte und das obwohl ihm das Reisebüro in Deutschland
    vorher zugesichert hatte, dass er keine solche Gebühr bezahlen müsse.

    Elke kehrte mit uns zum Campingplatz zurück und genoss die Nachmittagssonne während
    ich Wäsche wusch und ein wenig klar Schiff zu machen versuchte.  Vor dem Abendessen
    fuhren wir alle gemeinsam zum „Farmers Market“ und kauften frisches Gemüse.

    Montag, 17. September brachte wieder viel Sonnenschein.  Chuck wechselte einen
    schadhaften Reifen am Wohnmobil.  Elke und ich gingen mit Lobo spazieren und
    anschließend fuhren wir los, um bei Wal-Mart den kaputten Reifen reparieren zu lassen.  
    Wir lieferten ihn in der Wal-Mart Werkstatt ab und Elke und ich kauften Wolle, um
    Socken zu stricken.  Sie wollte, dass ich ihr zeige, wie das geht und ich war der Meinung,
    dass ich das anhand dessen, woran ich mich diesbezüglich noch erinnern konnte und mit
    Hilfe von handgestrickten Socken, die wir als Vorlage hier hatten, sicher irgendwie
    hinkriegen würde. Am Abend brutzelten wir Steaks über dem Lagerfeuer.  Das gute
    Wetter hielt weiterhin an und am nächsten Tag, als wir unseren Reifen abholen wollten,
    stellte sich leider heraus, dass dieser nicht mehr repariert werden konnte und wir
    mussten auf die Suche nach einem neuen Reifen gehen.  Wir fanden eine Werkstatt, die
    den gewünschten Reifen bis zum nächsten Tag bestellen konnte. Anschließend fuhren wir
    nach Peggy’s Cove, <- - bitte anklicken) (siehe auch Fotos).  Abends strickten Elke und ich
    und es klappte recht gut mit den Socken.  So nach und nach erinnerte ich mich ziemlich
    genau daran, wie es geht und Elke erwies sich als eine äußerst gelehrige Schülerin, die in
    den fünf Wochen, die sie nach Martins Abflug noch bei uns blieb, fast 3 Paar Socken fertig
    strickte. (Ich schaffte gerade mal ein Paar, konnte allerdings auch nicht DIE Begeisterung
    dafür aufbringen, die Elke erfasst hatte.)  Mittwoch, der 19. September war Elkes erster
    Diättag.  Sie wollte an meiner Diät etwas teilnehmen, um ein paar Pfunde abzunehmen und
    ich zeigte ihr meine Methode.  Nachmittags fuhr Chuck uns beide in die Stadt und er
    kümmerte sich um den Reifen und um unsere Propantanks, die aufgefüllt werden mussten.  
    Unterdessen gingen Elke und ich einen Stadt- und Geschäftebummel machen, gingen in
    einem sehr gemütlichen Café mit tiefen Polstersesseln etwas trinken und saßen am Hafen
    auf einer Bank und schauten den Schiffen zu.  Abends holte Chuck uns wieder ab.

    Tags darauf (Donnerstag, 20. September) war es vormittags bedeckt aber im Laufe des
    Nachmittags erholte sich das Wetter und die Sonne kam hervor.  Elke und ich haben einen
    Apfel Cobbler gebacken, Wäsche gewaschen und ich kümmerte mich ein wenig um den
    Haushalt.  Elke ging, wie fast jeden Tag, mit Lobo spazieren.  Die beiden waren richtig
    dicke Freunde geworden und sie verwöhnte ihn auch gerne mit Leckerlis.  Er wusste das
    sehr zu schätzen!  Am späten Nachmittag fuhren wir zum Supermarkt und Elke ließ es sich
    nicht nehmen, unseren Lebensmittelvorrat aufzustocken.  Zum Abendessen gab es dann
    Jakobsmuscheln in Knobisauce (kalorien- und kohlehydratarm, aber LECKER!).

    Freitag, der 21. September war Abreisetag.  Das Wetter war sonnig bei 21°C und wir
    verließen Hammond Plains um 12 Uhr mittags. Tachostand bei Abfahrt: 74225 Meilen.

    Reiseroute: Nova Scotia Highway 102 (Nord) von Auffahrt 3 bis Ausfahrt 4 - -> Nova
    Scotia Highway 101 (Südost) - -> Nova Scotia Highway 7 (Nord) bis Murphy Cove. Dort im
    „Murphy on the Ocean Campingplatz“ übernachteten wir.

    Am Abend machten wir mit dem Campingplatzbesitzer, welcher auch unser Kapitän war,
    eine 2-stündige Bootfahrt durch die Buchten und hinaus auf den Atlantik.  Wir durften
    auch das Boot steuern (siehe Fotos).  Ein junges Ehepaar aus der Schweiz war mit von der
    Partie.

    22. September, 07 (Samstag) verließen wir Murphy Cove wieder.  Der Himmel war
    bedeckt, es war bei 19°C sehr schwül.  Wir fuhren um 11:40 Uhr los (Tachostand bei
    Abfahrt: 74314 Meilen).

    Reiseroute: Nova Scotia Highway 7 (Nord) bis Sherbrook, dann landeinwärts auf die
    andere Seite der Insel bis Antigonish.  Dort im Farmer’s Market Tomaten, Eis und
    Cinnamon Rolls (Zimtschnecken) gekauft (schlecht für die Diät) und auf Nova Scotia
    Highway 104 (Süd) und Nova Scotia Highway 4 bis New Glasgow gefahren.  Der
    „Cranberry Campingplatz“ in Lower Barney’s River, den wir angepeilt hatten, war voll, aber
    nachdem wir uns in New Glasgow kundig gemacht hatten, fanden wir dann in Picton  im
    „Harbour Light Trailer Court & Family Campground“ (Nova Scotia Highway 104, Ausfahrt
    22 - -> Nova Scotia Highway 106) einen Stellplatz.  Zum Abendessen gab es Koteletts,
    panierte grüne Tomaten und Maiskolben.

    23. September 07 (Sonntag).  Wetter: vormittags bedeckt 19°C, nachmittags sonnig.
    Tachostand bei Abfahrt: 74479 Meilen.

    Nachdem wir alle miteinander einen Spaziergang zum Strand gemacht hatten, fuhren wir
    um 12 Uhr ab.  Die Fahrt ging auf Nova Scotia Highway 6 (West) am Northumberland
    Straight entlang bis Port Elgin, New Brunswick, dann auf New Brunswick Highway 16 in
    Richtung Norden über die 13 km lange „Confederation Bridge“ (Konföderationsbrücke,
    Baujahr 1997) (< - - bitte anklicken)  nach Prince Edward Island (< - - bitte anklicken).  
    Über Prince Edward Island (PEI) Highway 1 erreichten wir Charlottetown,  die Hauptstadt
    der Provinz.  Östlich von Charlottetown an PEI Highway 26, kurz vor Alexandra fanden wir
    oben auf einem Hügel den „Vistabay Golf & RV Park“ Campingplatz und mieteten uns dort
    zuerst für 4 Nächte ein, verlängerten dann aber bis zum Ende des Monats, weil es uns so
    gut dort gefiel.  Der Campingplatz war meistens ziemlich leer, wir hatten einen
    wunderschönen Blick auf die Northumberland Bucht und wir genossen unsere Tage dort
    sehr (abgesehen von einer gewissen „Duftnote“, auf die ich zu gegebenem Zeitpunkt noch
    zu sprechen kommen werde).

    24. September 07 (Montag):  Es war windig mit Sonne und Wolken, also ideales Wetter,
    Wäsche zu waschen.  Spät am Nachmittag fuhren wir nach Charlottetown zur Basilika, die
    aber leider schon zu war.  Wir bummelten durch die Stadt, aßen in der „Gahan Brauerei“
    eine Kleinigkeit, Elke und Chuck probierten das Bier, das dort gebraut wird (siehe Fotos)
    und auf der Rückfahrt zum Campingplatz machten wir noch einige Supermarktbesorgungen.

    Am nächsten Morgen war es windig und kalt.  Wir fuhren in die Stadt, um die Basilika zu
    besichtigen (siehe Fotos) und im Anschluss daran ging es weiter zur nördlichen Küste der
    Insel, wo wir den „Prince Edward Island Nationalpark“ besuchten und mit Lobo am Strand
    spazieren gingen (siehe Fotos).  Als wir zum Campingplatz zurückkamen, nahm Elke eine
    Golfstunde (siehe Fotos), was ich schon bei der Anmeldung mit dem Besitzer der Anlage
    besprochen hatte.  Er schien selbst viel Spaß dabei zu haben, sie einzuweisen und zum
    Schluss schenkte er ihr noch die Stunde und sie musste weder für den Unterricht, noch
    für die Golfplatzbenutzung etwas bezahlen.  Er lud sie ein, am nächsten Tag weiter zu
    üben, aber das klappte dann nicht mehr, denn an diesem Abend geschah etwas, das uns so
    Einiges vermieste!  Nach der Golfstunde grillten wir Jakobsmuscheln in Speck gewickelt
    über dem Lagerfeuer und dazu gab es gebratene Süßkartoffeln und Salat.  Kurz bevor
    wir zu Bett gingen, bekamen wir Besuch von einem Stinktier, das irgendwo in unsere Nähe
    seinen Duft abgab.  Wo genau, war nie so richtig zu ergründen.  Es stank überall, wir
    konnten die ganze Nacht deshalb kaum schlafen und zu allem Übel wälzte sich dann Lobo
    am nächsten Morgen auch noch in dem Gestank und brachte den Geruch ins Wohnmobil.  
    Wir waren den ganzen Tag wie gerädert, Elke schlief vor Müdigkeit sogar im Gartenstuhl
    ein und versäumte ihre Golfstunde.  Lobo musste gebadet werden.  Trotzdem hing der
    Gestank in der Luft und man bekam ihn nicht aus der Nase.  Auch am nächsten Tag stank es
    noch.  Das Wetter war wieder schön geworden und wir suchten das Weite, um von dem
    Gestank wegzukommen.  Wir fuhren nach Summerside und schauten uns dort den Hafen
    und die altehrwürdigen Villen einer vergangenen Zeit an (siehe Fotos).  Anschließend
    fuhren wir weiter nach Cavendish zum „Green Gable House“ (<- - bitte anklicken)  Anne auf
    Green Gables (Originaltitel: Anne of Green Gables) ist ein Kinderbuch der kanadischen
    Autorin Lucy Maud Montgomery, dessen Erstausgabe 1908 erschien.  
    Auf der Rückfahrt zum Campingplatz fanden wir endlich einen Supermarkt, der die tief
    gefrorene Meeresfrüchte Lasagna hatte, von welcher ich Elke schon seit ihrer Ankunft
    vorgeschwärmt hatte.  Diese gab es dann zum Abendessen und Elke schmeckte sie auch
    sehr gut. (Leider nicht so ganz das Richtige, wenn man eine Diät halten will.)

    Der Freitag brachte starken Regen.  Ein Leck im Schlafzimmer machte sich bemerkbar.  
    (Chuck konnte es erst später reparieren.)  Wir blieben daheim, Elke strickte an ihren
    Socken, Chuck betätigte sich an diesem und jenen, sah ein wenig fern und ich kümmerte
    mich um die Buchführung, Bankauszüge und ähnliches.  Das Stinktier roch man noch immer!

    Samstag (29. September 2007) war es vormittags bewölkt und windig, nachmittags
    zunehmend schöner, mit viel Sonne am späten Nachmittag.  Aber es blieb ziemlich kühl.  
    Wir machten uns auf, um die Ostseite der Insel zu erkunden.  Wir fuhren den „East
    Coastal Drive“ nach Wood Island zur Fährenanlegestelle.  Mit dieser Fähre hätten wir von
    Picton (Nova Scotia) direkt nach Prince Edward Island fahren können, aber wir hatten ja
    vorgezogen über Land (und Brücke) zu fahren.  Wir schauten uns die Leuchttürme an und
    weiter ging es auf PEI Highway 4 - -> PEI Highway 18 nach Beach Point - -> Murray
    Harbour - -> Murray River - -> PEI Highway 24 - -> Dover - -> Caledonia - -> PEI Highway
    3 - ->  PEI Highway 1 und über Charlottetown zur Port-la-Joye-Fort Amherst National
    Historic Site.   Fort Amherst erinnert an die erste dauerhafte Siedlung auf Prince Edward
    Island, die im Jahre 1720 von Franzosen und Akadiern gegründet worden ist. Die
    Ausstellungen im Visitor Centre zeigen archäologische Artefakte, die hier gefunden
    wurden. Das Anwesen bietet erstklassige Ausblicke auf die Landschaft und den Hafen von
    Charlottetown (siehe Fotos).

    Als wir am Abend zum Campingplatz zurückkehrten, habe ich zum Abendbrot ein Maisbrot
    gebacken, welches Elke sehr gut schmeckte.  Sie kannte es von einem Besuch in Texas vor
    ein paar Jahren und schwärmte davon.  Ich war neugierig, ob es so ähnlich war, wie ich es
    mache.  Nach dem Abendessen wurde noch ein wenig für die bevorstehende Abfahrt
    gepackt und am nächsten Vormittag, Sonntag, dem 30. September, ging die Reise weiter.
    Tachostand bei Abfahrt vom Vistabay Campingplatz um 12 Uhr: 74971 Meilen.  
    Wetter:  Sonne, Wolken, Wind, 11°C.
    Reiseroute: PEI Highway 1 zurück zur Konföderationsbrücke - - > New Brunswick Highway
    16 - - > New Brunswick Highway 2 - -> Sackville.  

    Dort hatten wir ein Picknick in einem Stadtpark.

    Fortsetzung der Reiseroute: New Brunswick Highway 106 - -> Moncton - - > New
    Brunswick Highway 114 - -> Fundy Nationalpark.

    Wir mieteten uns im Chignecto Campingplatz im Fundy Nationalpark für 2 Nächte ein.  Wir
    waren mitten im Wald und konnten deshalb keine Satelliten-Internetverbindung
    bekommen,  hatten dafür aber alle Anschlüsse, die man sonst so braucht: Wasser, 50 amp.
    Strom und Kanalisation.

    Weil’s so gut war, gab es zum Abendessen noch einmal Meeresfrüchte Lasagne mit Apple
    Cobbler zum Nachtisch und damit beendeten wir den Monat September.


    Fortsetzung folgt……………