Reisebericht Oktober 2008 beginnt im Leasburg Dam State Park bei Las Cruces, New
    Mexico

    Hie und da eine Atempause in Sachen „Arzttermine“, erlaubte es uns im Oktober doch
    ein paar Fahrten einzuschieben.

    Gleich am 2. Oktober machten wir einen Tagesausflug mit unserem Freund Dick nach
    Alto, New Mexico (siehe „grüne Strecke“ auf unserer Reiseroutenkarte unter der
    Menüschalfläche "Reiseroute Oktober 2008 oben), wo wir das Spencer Theater und die
    Dale Chihuly Ausstellung (Glaskunst/Skulpturen) besuchten (siehe Fotos unter der
    "Fotos und Dia Shows" Menüschaltfläche oben).  Leider war der Schwerpunkt der
    Führung dem Theatergebäude gewidmet, die Chihuly Ausstellung, der eigentliche Grund
    unseres Besuches, wurde nur so nebenbei gezeigt.  Die avantgardistische und elegante
    Architektur des Gebäudes (siehe Fotos unter der "Fotos und Dia Shows"
    Menüschaltfläche oben), verdient es allerdings schon, dem interessierten Publikum
    vorgeführt zu werden und im Laufe der Führung schwand unsere Enttäuschung
    hinsichtlich der Zweitrangigkeit der Chihuly Ausstellung.

    Das Spencer Theater for the Performing Arts  wurde im  Oktober 1997 eröffnet und
    hat den Ruf als eines der weltweit sieben besten Theater.  Die Baukosten betrugen 22
    Millionen Dollar und wurden ausschließlich von seiner Gründerin und Philanthropin, Jackie
    Spencer, getragen.  Weitere Informationen (auf Englisch) zu diesem interessanten
    Gebäude können unter http://www.spencertheater.com/Theater/SpencerFactSheet.
    html abgerufen werden.
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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht Oktober 2008

    Nach der Führung lud uns Dick in Ruidoso in sein Lieblingsrestaurant vor Ort zum Mittagessen ein, ein italienisches
    Lokal, das früher mal eine Lizenz zum Ausschank von alkoholischen Getränken hatte.  Leider war seit seinem letzten
    Besuch diesbezüglich eine Änderung eingetreten und Dick musste seine Pizza ohne Bier genießen, worüber er
    ziemlich enttäuscht war.  Chuck und ich weniger, denn Bier zum Mittagessen ist nicht so unser Ding.  Gesättigt
    fuhren wir weiter nach Cloudcroft, wo Chuck und ich einen schönen Waldspaziergang mit Lobo machten, während
    Dick zum Besucherzentrum ging, um ein paar Erkundigungen einzuholen, hinsichtlich einer Idee, die ihm gekommen
    war.  Als wir ihn wieder trafen, teilte er uns mit, dass er uns ins IMAX Kino in Alamogordo und anschließend in ein
    wirklich gutes Restaurant (mit Lizenz    ) einladen wolle.  Wir nahmen die Einladung dankend an, fuhren nach
    Alamogordo und schauten uns im IMAX Kino eine Mondlandung an.  Im „Memories“, einem sehr netten und guten
    Restaurant, das sich in einem viktorianisch wirkenden, ehemaligen Einfamilienhaus befindet, klang der
    Unterhaltungsteil des Tages bei guten Speisen sowie erlesenen Bier- und Weinsorten aus.  Nur die Rückfahrt nach
    Las Cruces lag noch vor uns.

    Tags darauf hatte ich einen Termin zur Mammografie in Las Cruces und am 5. Oktober packten wir unsere
    Siebensachen, um zum Pancho Villa State Park in Columbus, New Mexico zurückzukehren (siehe Reiseroute), wo drei
    weitere Arztbesuche bevorstanden: Augenarzt, Zahnarzt, Hausarzt.

    Nachdem ich am 9. Oktober in der Zahnklinik in Palomas, Mexiko endlich meine Jacketkrone und Brücke auf die
    zwischenzeitlich gut eingewachsenen Implantate gesetzt bekam, sollte dies gefeiert werden!  Wir riefen Dick an
    und trafen uns mit ihm in der „Adobe Deli“  (< - - bitte anklicken und siehe Foto oben links), einem urigen Lokal mit
    toller Küche, wo ich meine neuen Beißerchen ausprobieren und wir alle drei deutsches Hefeweizen trinken konnten.

    Der 13. Oktober war „Columbus Day“ (amerikanischer Feiertag) und wir mussten Columbus verlassen und zum
    Leasburg Dam State Park zurückfahren, für unsere nächste Runde von Arztterminen in Las Cruces.  Lobo hatte
    auch einen Termin beim Tierarzt, denn die Lyme-Borreliose die er sich vor einigen Jahren angelacht hat und die nach
    der ursprünglichen Behandlung lange ruhte, war, laut Laborbefund, diesen Sommer erneut aktiv geworden.  Der
    arme Kerl schlief fast nur noch und erst nach einer extrem ausgedehnten Antibiotikabehandlung war eine Besserung
    seines Zustands zu erkennen.

    Andererseits begannen uns meine Laborwerte wieder Sorgen zu machen, denn mein Kalium war zwischenzeitlich
    wieder angestiegen.  Da mein Blutdruckmedikament, ein ACE Hemmer,  unter dem Verdacht stand, an den erhöhten
    Kaliumwerten Schuld zu sein und mein Blutdruck meistens ziemlich niedrig war, wurde der ACE Hemmer abgesetzt.  
    Tatsächlich sank der Kaliumwert in den Normalbereich, aber dann stieg der Blutdruck wieder an.  Bei halber
    Dosierung des ACE Hemmers konnte dann der gewünschte Blutdruck gehalten werden, aber leider stieg der
    Kaliumwert wieder.  Ein Thiaziddiuretika, soll das überschüssige Kalium nun ausspülen und wenn die auf dem
    Beilagezettel erwähnte, mögliche Nebenwirkung des erhöhten Blutzuckers ausbleibt und der Kaliumwert wirklich
    sinkt, dann dürfte alles eitel Sonnenschein sein.  Wenn nicht, ja dann….?

    Meine Terminkette bei Fachärzten in Las Cruces endete am 16. Oktober mit einem Abschlußbesuch beim
    Gastroenterologen. Ergebnis: derzeit alles im grünen Bereich, nächste Magen- und Darmspiegelung in 5 Jahren.  --
    Chucks Terminkette bei Fachärzten in Las Cruces wird sich noch eine Weile hinziehen.  Er pendelt zwischen
    Hautarzt, HNO Arzt, Augenarzt und Gastroenterologen hin und her.  Auch bei ihm steht eine Darmspiegelung auf
    dem Kalender sowie eine Operation, die seine Nasengänge begradigen und dem ständigen Nasenbluten ein Ende
    setzen soll.

    Am 22. Oktober wachten wir morgens zu extrem starkem Wind auf und als wir unsere Markise einfahren wollten,
    um sie vor Windschäden zu schützen, stellte sich heraus, dass es dazu schon zu spät war.  Der Wind hatte sie an
    einer Stelle bereits arg zerfetzt.  Am nächsten Tag trafen wir uns mit Bekannten, Madeleine und Rex Berryhill,
    zum Abendessen.  Dick war diesmal nicht mit von der Partie, denn er war kurz nach unserer Fahrt zum Spencer
    Theater nach Pennsylvania gefahren, um seiner Schwester beizustehen, die sich einer Operation
    (Bauchspeicheldrüsenkrebs) unterziehen musste. Aber es wurde trotzdem ein netter Abend.

    Als wir am 24. Oktober mit Lobo am Rio Grande in einem Park spazieren gingen, lernten wir eine Frau kennen, die mit
    ihrer Labradorhündin dort war.  Wir unterhielten uns lange, während die Hunde miteinander spielten und sie lud uns
    ein, am Abend zu einer Veranstaltung im „Farm & Ranch Heritage Museum“ zu kommen, in welcher sie als „Gespenst“
    teilnahm (siehe Fotos unter der "Fotos und Dia Shows" Menüschaltfläche oben).  Wir nahmen die Einladung an und
    konnten nebenbei auch viele Museumsexponate anschauen.  Die Veranstaltung war sehr nett gemacht, mit
    „Stationen“, zu welchen man von Gespenstern geführt wurde und wo andere Gespenster aus der Vergangenheit
    über ihr Leben in dieser Gegend im 19. Jahrhundert erzählten.  Getränke und Gebäck etwas jüngeren Datums
    wurden unter musikalischer Begleitung angeboten.

    Da wir für den Rest des Monats „arztterminfrei“ waren, fuhren wir am 26. Oktober nach Albuquerque, wo wir
    unsere automatische, auf dem Dach des Wohnmobils installierte Satellitenanlage für Internetzugang reparieren und
    aufrüsten ließen.  Nachdem diese repariert war, schlug unser Heißwasserboiler ein Leck und als es Chuck nach
    mehreren Lötversuchen nicht gelang, das Rinnsal zu stoppen, mußten wir uns nach einem neuen Boiler umsehen. In
    Albuquerque gibt es viele Spezialgeschäfte und wir hatten Glück und fanden einen.  Vorher fuhren wir allerdings
    erst noch zum Acoma Pueblo (auch Sky City genannt) (siehe Dia Show unter der "Fotos und Dia Shows"
    Menüschaltfläche oben).  Ein Besuch bei den Acoma Indianern stand schon lange auf unserem Wunschzettel.  Immer
    kam etwas dazwischen und beinahe wäre der Besuch wegen des Heißwasserboilers im wahrsten Sinne des Wortes
    diesmal wieder ins Wasser gefallen.  Aber wir vertagten die Boilerangelegenheit und fuhren los (siehe „grüne
    Strecke“ auf unserer Reiseroutenkarte Menüschaltfläche oben).   Es ging mal wieder über die historische Route 66
    (siehe Fotos  unter der "Fotos und Dia Shows" Menüschaltfläche oben) und wir schafften es, die 12 Uhr Mittags
    Besichtigungsfahrt zum Acoma Pueblo mitzumachen (man darf nicht mit dem eigenen Fahrzeug ins Pueblo fahren,
    sondern wird mit dem Bus hochgefahren).  Wir unterwarfen uns den strengen Bestimmungen, die dem Besucher
    auferlegt werden, zahlten zusätzlich zu den Einrittskarten $ 10, um fotografieren zu dürfen und hatten
    Gelegenheit zu erleben, was passiert, wenn jemand ohne Fotogenehmigung versucht zu fotografieren (man wird
    zwar nicht skalpiert oder mit Pfeil und Bogen erschossen, aber fast).  Und selbst mit Fotogenehmigung darf man
    nicht alles fotografieren.  Ich bekam einen Anschnauzer, weil ich meine Kamera nur in die Richtung des Friedhofs
    gezückt hielt, obwohl ich weit außerhalb des Friedhofs war.  Man hatte gesagt, innerhalb des Friedhofs dürfe man
    nicht fotografieren.  In der Kirche durfte man auch nicht fotografieren.  Personen, Töpferwaren und andere
    kunstgewerblichen Gegenstände durfte man nur mit Genehmigung der Person oder des Künstlers fotografieren.  
    Und ständig liefen zwei Aufpasser (Acoma Indianer) hinter der Besuchergruppe her, die sicherstellten, dass die
    Regeln eingehalten wurden, während der Fremdenführer (ebenfalls ein Acoma Indianer) vor der Gruppe stand und
    alles erklärte (siehe Dia Show unter der "Fotos und Dia Shows" Menüschaltfläche oben).  Das Pueblo hat bis zum
    heutigen Tag weder Stromnetz noch fließendes Wasser und folgerichtig auch keine Kanalisation.  Überall stehen
    tragbare Plumpsklos herum.  Diese, wie auch die geparkten Autos der Einwohner, stören die  Idylle.   Es war ein
    interessantes Erlebnis!  Heutzutage gibt es eine Straße, die auf das Plateau führt, wo sich das Pueblo befindet.  Wir
    wurden mit dem Bus hochgefahren, aber man bot uns die Gelegenheit, nach der Besichtigung den Treppenpfad
    hinunterzuklettern, den die Indianer in der Vergangenheit benützten, als es die Straße noch nicht gab.  Ich bin zwar
    nicht ganz höhensicher, aber um den Aufpassern zu entgehen und noch ein paar gute Aufnahmen zu machen (Teil der
    Dia Show unter der "Fotos und Dia Shows" Menüschaltfläche oben), kletterte ich in Todesverachtung hinunter.  An
    einer Stelle wurde es mir zwar ziemlich schummrig, aber dann ging es doch.
    An Halloween waren wir noch immer in Albuquerque aber niemand klopfte an unsere Tür, um Süßigkeiten zu
    erbitten.  







    Damit war der Oktober auch schon vorbei.

    Fortsetzung folgt …..
Gästebucheintragungen
Februar 2006 bis Oktober 2007
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,,Osso Buco"
Chucks Wahl von der
Speisekarte in der
,,
Adobe Deli"
in Deming, New Mexico