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    Reisebericht März  2007 (Beginnt in Wylie bei Dallas, Texas)

    Der 1. März war kühl und sonnig.  Wir fuhren ins deutsche
    Geschäft (<- - bitte anklicken), ein Laden mit Versandhaus für
    deutsche Spezialitäten, in Southlake, Texas.  Nachdem wir
    unsere Einkäufe erledigt hatten, machten wir eine Fahrt ins
    Blaue nördlich von Dallas. Viele Neubausiedlungen zeugen von
    Wohlstand und guten Arbeitsbedingungen in der Region. Am
    nächsten Vormittag holten uns David und Lee auf dem
    Campingplatz ab.  Lobo musste daheim bleiben und „Haus“
    hüten und wir fuhren in die Stadt, wo wir die beiden bei Kuby’s
    Sausage House (deutsche Metzgerei mit Gaststätte) zum
    Mittagessen einluden.  David und Lee lebten viele Jahre in
    Deutschland, sprechen fließend Deutsch und kennen alle
    deutschen Restaurants und Geschäfte in der Umgebung von
    Dallas.  Texas scheint eine große Anziehungskraft für
    Deutsche zu haben.  Noch nirgendwo anders fanden wir so
    viele deutsche Geschäfte und Restaurants wie hier.  Nachdem
    wir uns mit Schnitzel, Bratwürsten und ähnlichen deutschen
    Leckereien voll gefuttert hatten, jeder nach seinem
    Geschmack, kauften wir noch einen Leberkäse zum selbst
    backen und gutes, deutsches Brot.  Danach chauffierte uns
    David durch die edlen, älteren Wohnviertel um die Southern
    Methodist University (< - - bitte anklicken), mit ihren
    Prunkvillen und wir machten noch einen Stopp in einem anderen
    deutschen Geschäft, wo wir Teewurst und Brötchen kauften.  
    Bevor uns David zum Campingplatz zurück fuhr, hielten wir für
    einen kurzen Besuch bei Lees Elternhaus, wo wir ihre aus Wien
    stammende Mutter und ihren Vater kennenlernten.
    Am Abend fuhren Chuck und ich nach Tyler und holten unseren
    Laptop von der Reparatur ab, der, wie sich bald herausstellte,

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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht  März 2007
    nun noch kaputter war, als vorher.  Ein Problem gelöst, ein anderes geschaffen: das
    interne Netzanschlussteil war beschädigt und der Laptop lief nur noch auf Batterie. Wir
    beschlossen, mit der nächsten Reparatur zu warten, da sich unser Aufenthalt in der
    Gegend von Dallas seinem Ende zuneigte.

    Das Wochenende war kühl, aber sonnig und am Samstag, d. 3. März 07 fuhren wir zu IKEA
    und kauften ein neues Bett für Lobo.  Sonntag arbeiteten wir an unserem Februar
    Reisebericht und bereiteten uns auf unsere Abfahrt vor.  Wir verließen Wylie, Texas am
    5. März um 11:25 Uhr bei herrlichem Sonnenschein und 15°C (Tachostand 62362 Meilen).  
    In Fort Worth unterbrachen wir unsere 360 km Fahrt nach Killeen kurz, um Campingworld
    (= Campingfachgeschäft) einen Besuch abzustatten und erreichten im Anschluss daran am
    späten Nachmittag unser vorläufiges Ziel, den Campingplatz in West Fort Hood, außerhalb
    von Killeen.  Die Stellplätze auf diesem Campingplatz waren etwas eng beieinander und wir
    waren nicht sehr glücklich über diesen Mangel an Ellbogenfreiheit, aber wir mieteten uns
    nichtsdestotrotz für 2 ½ Wochen ein, denn wir wollten mit einem befreundeten Ehepaar,
    das wir seit vielen Jahren nicht gesehen hatten, ein paar nette Tage verbringen.  Sue und
    Ken Barnard wohnten in der Nachbarschaft, als wir 1978 in White Sands wohnten.  Michael
    und Donny Barnard waren dicke Freunde und Wayne Barnard, Donnys jüngerer Bruder,
    war immer so das 5. Rad am Wagen, wenn die zwei „Großen“ (damals 9 Jahre alt) etwas
    unternahmen.

    Da wir viel zu erledigen hatten, verabredeten wir uns mit Sue und Ken erst für
    Donnerstag.  Die ersten paar Tage vergingen mit Hausarbeit, Laptop wieder in die
    Werkstatt, neue Nähmaschine kaufen (die Aldi Maschine, die ich vor 2 Jahren in Fort
    Wayne gekauft hatte, taugte nichts und ich beglückte die Heilsarmee in Killeen damit),
    defekten Wohnmobilreifen ersetzen und alle möglichen anderen mehr oder weniger
    erfreulichen aber notwendigen Dingen.
    Am Donnerstag fanden wir uns nachmittags bei der Familie Barnard ein.  Wir hatten uns
    über 25 Jahre nicht gesehen und das Hallo war groß.  Es gab so viel zu erzählen und die
    Zeit verging wie im Flug.  Wir waren zum Abendessen eingeladen und Wayne kam mit
    seinem 10-jährigen Jungen, Kain, für welchen er das Sorgerecht hat.  Donny, der seit
    Jahren unter bipolaren Störungen leidet (er ist da in guter Gesellschaft: Lord Byron,
    Ludwig van Beethoven, Virginia Woolf, Vincent van Gogh, August Strindberg, Hermann
    Hesse, Ernest Hemingway und Thomas Edison, u. a. litten auch an dieser manisch
    depressiven Erkrankung) und kürzlich auch noch an Diabetes erkrankte, wohnt wieder bei
    seinen Eltern und somit waren wir alle beieinander, nur Michael fehlte.  Es wurde ein sehr
    netter Abend (siehe Fotos) und wir wurden reichhaltig verköstigt.  

    In der darauffolgenden Woche besuchten wir uns gegenseitig, Sue kam zum Campingplatz
    zu Kaffee und Kuchen mit anschließendem Abendessen bei uns oder ich besuchte Sue und
    Chuck nebst Lobo gesellten sich später zu uns und brachten „Popeyes“ Hühnchen mit zum
    Abendessen. Ken ist Geschäftsführer einer Bowlingbahn und ist nachmittags und  abends
    selten daheim.  Samantha, der Dackel, war nicht sehr begeistert über Lobos Besuche im
    Hause Barnard und sie knurrte und fauchte ihn anfangs ziemlich unfreundlich an.  So nach
    und nach gewöhnte sie sich aber an seine Anwesenheit und es wird gemunkelt, dass die
    beiden sich sogar einmal freundlich beschnüffelt haben, als sie dachten, es sieht keiner.  
    Abby, der Mops, war da schon etwas aufgeschlossener.  Ihr schienen Lobos Besuche
    nichts auszumachen.

    Am Donnerstag, d. 15. März luden wir die ganze Truppe in ihr Lieblingsrestaurant, „Mi
    Casa es su Casa“ (siehe Fotos) ein, wo wir ein recht üppiges, mexikanisch Mahl zu uns
    nahmen.  Ken und ich hatten „Chiles Rellenos“ (mit Käse gefüllte Chile Schoten) und wir
    fühlten uns beide nicht so ganz wohl danach.  Sue, Chuck und Wayne hatten keine
    Beschwerden, aber sie hatten auch etwas anderes bestellt.  Donny hatte an diesem Tag
    etwas anderes geplant und konnte nicht mitkommen.  Kain hatte Ferien und war bei seiner
    Mutter in Dallas.

    Am nächsten Morgen holte Chuck den Laptop in der Werkstatt ab.  Nach dem Fiasko der
    vorherigen Reparatur, ließ er den Laptop vor Entgegennahme überprüfen.  Alles schien in
    Ordnung.  Als er in allerdings zuhause das erste mal anschaltete, grunzte und knatterte
    die Festplatte ganz erbärmlich.  Zurück in der Werkstatt machte man Chuck die
    erfreuliche Mitteilung, dass sie den Laptop bei Festplattenproblemen nicht einschicken
    müssten, sondern einfach eine neue Festplatte vor Ort einbauen könnten.  Am nächsten
    Morgen hatte Chuck den Laptop zurück und seither läuft er wieder wie neu!  Die Moral von
    der Geschichte: Immer die verlängerte Garantie, die bei Kauf von elektronischen Geräten
    angeboten wird, mit erwerben!  Diese Episode hätte ins Geld gehen können, wären wir
    diesbezüglich nicht abgesichert gewesen.

    Da Kain unbedingt unser Wohnmobil sehen wollte, blieben wir noch ein paar Tage länger, als
    wir geplant hatten, damit er es sehen konnte.   Am 21. März kochte uns Sue ein tolles
    Abschiedsessen und am nächsten Vormittag ging unsere Reise weiter.  
    Abfahrt: 11:45 Uhr, Temperatur: 20°C, Wetter: bedeckt und gelegentlich Nieselregen.  
    Tachostand: 63140 Meilen.

    Wir fuhren auf Texas Highway 190 in Richtung Westen und übernachteten kurz hinter
    Menard auf einem Rastplatz mit Grillplatz, wo wir Rippchen grillten.  Chuck schlief
    schlecht in dieser Nacht, da ihn seine Allergien plagten.  Wir hatten es nicht eilig, somit
    schlug ich ihm nach dem Frühstück ein Nickerchen vor.  Lobo und ich gingen derweil
    spazieren und um 12:15 fuhren wir bei 22°C unter grauem Himmel weiter bis Fort
    Stockton, wo wir eine stürmische Nacht auf einem Walmart Parkplatz verbrachten.  Der
    starke Wind vertrieb die Wolken und als wir am nächsten Mittag weiterfuhren, schien die
    Sonne und überall unterwegs blühten die Yuccas (siehe Fotos).          

    Wir erreichten Alpine, Texas über US Highway 67 (Süd) und mieteten uns etwa 10 km
    südlich des Ortes an der Texas Highway 118 im „La Vista RV Resort“ für eine Woche ein.  
    (Tachostand bei Ankunft: 63543 Meilen).  Nach den eingeengten Verhältnissen auf dem
    Campingplatz außerhalb von Killeen, erschien uns dieser Platz paradiesisch (siehe Fotos).

    Sonntag, 25. März 07 war für uns ein Ruhetag, aber am Montag waren wir wieder auf
    Achse.  Wir fuhren nach Alpine rein und schauten uns ein wenig um.  Wir entdeckten im
    Holland Hotel (< -- bitte anklicken) die Edelweißbrauerei (siehe Fotos) mit Gastwirtschaft,
    die von einem Deutschen aus Schwandorf (< -- bitte anklicken) in der Oberpfalz betrieben
    wird.  Unser Mittagessen dort lief nicht so ganz, wie geplant.  Chucks Schaschlik, das auf
    der Speisekarte stand, war alle und er musste sich etwas anderes aussuchen.  Ich bekam
    etwas vorgesetzt, das ich gar nicht bestellt hatte und dann goss mir die Bedienung auch
    noch Leitungswasser aus einem Krug in mein Mineralwasser.  Als ich dann endlich meinen
    Spargel bekam, den ich bestellt hatte, war er sehr gut und als die Rechnung kam, hatte
    man den Betrag von meinem Essen gestrichen, sozusagen als Wiedergutmachung für die
    kleinen Unannehmlichkeiten.  Wir beschlossen, irgendwann noch einmal hinzugehen,
    vielleicht zum Abendessen, um auch noch die verschiedenen Schnitzel (Wiener, Zigeuner,
    etc.) auszuprobieren.

    Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Fort Davis (< -- bitte anklicken), wo wir das alte
    Fort (siehe Fotos) besichtigten und am Abend kehrten wir über Marfa und Alpine, vorbei
    an blühenden Yuccas (siehe Fotos), zurück zu unserem Campingplatz.

    Nordwestlich von Fort Davis in den Davis Mountains befindet sich die Mc Donald
    Sternwarte.  Diese war unser Ziel am Tag darauf (siehe Fotos).  Wir wunderten uns über
    die bayrische und deutsche Fahne, die beide vor der Kuppel des Hobby-Eberly Teleskops  
    (< -- bitte anklicken) gehisst waren (siehe Fotos) aber wir fanden dann ganz schnell
    heraus, warum (siehe Fotos und Links).  Die geführte Tour der Sternwarte dauerte
    mehrere Stunden und war äußerst interessant!  Nach der Besichtigung der Sternwarte
    fuhren wir über Texas Highways 118 und 166 durch die Davis Mountains (siehe Fotos) und
    kehrten dann auf Umwegen nach Fort Davis (siehe Fotos) zurück, wo wir im alten Hotel
    Limpia (< -- bitte anklicken) zum Abendessen gingen.  Es war schon dunkel, als wir an
    diesem Abend zu unserem Wohnmobil zurückkehrten.

    Die letzten Tage im März waren warm und sonnig,  Wir faulenzten etwas, bereiteten uns
    so langsam auf die Weiterfahrt vor und besuchten noch einmal die Gaststätte der
    Edelweißbrauerei für das geplante Abendessen.  Die Schnitzel waren gut, die Pommes
    waren fantastisch und der Salat war etwas mickrig.

    Am 31. März 07 um 12 Uhr Mittag verließen wir bei sonnigem Wetter und 19°C das „La
    Vista RV Resort“ (Tachostand: 63816 Meilen).  Wir fuhren bis Terlingua zu einem
    Campingplatz, den Chuck im Internet ausfindig gemacht hatte, aber als wir dort ankamen,
    existierte dieser gar nicht mehr.  Das heißt, der Campingplatz war schon noch vorhanden
    und auch das Restaurant war noch da, aber alle Anschlüsse (Strom, Wasser, Kanalisation)
    waren gesperrt.  Ein Mann kam aus dem Restaurant und meinte, wenn wir Lust hätten,
    könnten wir dort schon parken, aber halt ohne die Annehmlichkeiten, die wir erwartet
    hatten.  Wir lehnten dankend ab und fuhren weiter, auf der Suche nach etwas Besserem.  
    Ein paar Kilometer westlich wurden wir fündig und wir mieteten uns für 4 Tage in B J’s RV
    Park ein.  Ein ziemlich staubiger Campingplatz ohne jeglichen Schatten, aber er hatte
    Anschlüsse für die Dinge, auf die man als moderner Mensch meint, nicht verzichten zu
    können.  Außerdem schien es keinen Leinenzwang für Hunde zu geben, alle liefen frei
    herum und auch sonst ging es dort ziemlich locker zu.  Man wurde nicht mit einer Litanei
    von Vorschriften bombardiert und das gefiel uns.  Die ganze Gegend macht noch einen
    recht „wilden“ Eindruck.  Wahrlich sagen sich dort Fuchs und Hase „gute Nacht“.  Im
    Nachbarort, Study Butte, gibt es ein Motel und ein oder zwei Tankstellen. In Terlingua
    stehen ein paar Kneipen, einen kleinen Laden mit Lebensmitteln gibt es auch, sowie diesen
    oder jenen Versuch, mit irgendetwas ein Geschäft zu machen, aber Mc Donalds,
    Supermärkte oder Walmarts sucht man dort vergebens.  Der nächste größere Ort mit
    solch modernen Einrichtungen liegt in weiter Ferne. Auch das Mobilfunknetz scheint
    ziemlich löchrig zu sein in dieser Ecke.  Aber die Menschen scheinen gelöster zu sein und
    weniger unter den Zwängen der modernen Zivilisation zu stehen.  Richtige Individualisten
    scheint es dort noch zu geben, wie z. B.:

    (Judy Magers, die Burro [Packesel] Lady, die über 20 Jahre, bis zu ihrem Tod am 26.
    Januar 2007, mit ihrem Esel die Big Bend Region durchstreifte) (mehr…. [engl.]) (< -- bitte
    anklicken)




     



    An diesem Abend  machten wir noch einen Ausflug in die Geisterstadt „Terlingua“ (siehe
    Fotos), ein verlassenes Quecksilberminennest, an welches das heutige Terlingua mehr
    oder weniger angrenzt.  Geisterstädte faszinieren mich in hohem Maße und ich lasse mir
    keine entgehen, wenn sich die Gelegenheit bietet.


    Fortsetzung folgt im April Reisebericht

Paisano Pete, der einmal
der größte Rennkuckuck
der Welt war (3,35 m
groß und 6,7 m lang)
begrüßt den Reisenden in
Fort Stockton, Texas
Bitte                      um
den                      neuen
Titelverteidiger in Sachen
,,Riesenrennkuckuck"
bewundern zu können