
war, verpassten uns aber, Gott sei Dank! An zwei Abenden mussten wir die Erker einfahren, da die starken böigen Winde uns fast die Markisen abrissen und wir hin- und herschaukelten, wie ein Schiff im Sturm auf hoher See. Als ob das noch nicht genug wäre, entfachte sich am 3. Mai direkt hinter unserem Wohnmobil ein Steppenbrand. Ich schaute gerade zum Fenster raus, als ich Rauch unter einem Leitungsmasten bemerkte. Chuck rannte raus, um das Feuer mit unserem Gartenschlauch zu löschen, aber es verbreitete sich zu schnell. Ich versuchte den Campingplatzwart zu erreichen, aber dessen Anschluss war besetzt, somit rief ich die Feuerwehr direkt an. Die kamen von ziemlich weit her, aber in der Zwischenzeit brannte und qualmte die Steppe vom Wind getrieben und es dauerte nicht lange und der Strom fiel aus. Mit Schaufeln, Gartenschlauch und etwas Glück (der Wind drehte und trieb die Flammen in die andere Richtung) konnte verhindert werden, dass wir unser Wohnmobil wegfahren mussten, damit es nicht den Flammen zum Opfer fiel und als dann die Feuerwehr kam, hatten sie die Sache innerhalb einer Stunde im Griff. Der Stromausfall zog sich etwas länger hin aber am Abend war dann alles wieder in Ordnung, nur das abgebrannte Feld am Hang hinter unserem Stellplatz erinnerte an die Aufregungen des Nachmittags (siehe Fotos).
am Elmer Thomas See aber sehr schön und wir machten ein paar interessante Ausflüge ins historische Fort Sill, zu Geronimos Grab (< -- bitte anklicken) und in die Wichita Berge, wo sich das Wichita Mountains Wildlife Refuge (Naturschutzgebiet) wie auch die „Heilige Stadt der Wichita Berge“ befinden (siehe Fotos).
Altus, Oklahoma ein (siehe Reiseroute), wo wir uns für zwei Nächte auf dem dortigen Airforce Base Campingplatz niederließen und einen unserer Gutscheine einlösten, die es uns erlauben, auf den Campingplätzen der Airforce umsonst zu campen. Auch war dies wieder ein Airforce Base, wo wir noch nie waren, somit konnte unser Campingpass dort abgestempelt werden (eine Art „Vielflieger Bonusprogramm“ für Camper). |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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die „Black Kettle Grasslands“ und erreichten nach etwa 280 km Fort Supply, wo wir einen herrlichen Campingplatz am See fanden (siehe Fotos). Am nächsten Tag besichtigten wir das historische Fort Supply (siehe Dia Show), fuhren anschließend in die nächst größere Stadt „Woodward“, um ein paar Besorgungen zu machen und am Samstag legten wir einen faulen Tag ein, mit Lagerfeuer, über welchem wir am Abend unsere Steaks grillten. Der 11. Mai war Muttertag; Michael rief an und nach einem langen Telefonat mit ihm, fuhren wir am frühen Nachmittag weiter bis zum Beaver Dunes State Park, Oklahoma (siehe Reiseroute), wo wir übernachteten und am nächsten Morgen einen Spaziergang durch die Sanddünen machten (siehe Fotos), bevor wir den Park verließen. Gegen Abend erreichten wir unseren letzten State Park in Oklahoma (siehe Reiseroute), ganz oben im Oklahoma „Pfannenstiel“: Black Mesa State Park (siehe Fotos). Dort blieben wir bis Donnerstag, d. 15. Mai, machten Wanderungen, schauten uns die Umgebung an, kreuzten den „Santa Fe Trail“ (siehe Fotos) und wollten eigentlich auf die höchste Erhebung in Oklahoma (1516m), das „Black Mesa“, hinauf (eine 4-stündige Wanderung), aber nachdem wir das „Drei-Staaten-Eck“ besucht hatten (siehe Fotos) und wir mit gepacktem Rucksack am Fuß des Tafelbergs standen, hatte sich das Wetter zwischenzeitlich sehr verschlechtert. Starke, böige Winde, Regen und eine Temperatur von nur 14°C rangen uns die Entscheidung ab, die Bergbesteigung ausfallen zu lassen. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz hielten wir an, um wenigstens ein paar Aufnahmen von unten als Erinnerung an das „Black Mesa“ mitnehmen zu können (siehe Video im Fotoalbum). Am 15. Mai erreichten wir New Mexico. Unser erster Besuch galt dem Clayton Lake State Park, wo wir uns eine Jahreskarte für New Mexico State Parks besorgten. Für Camping macht sich diese bereits nach 22 Nächten bezahlt und alle weiteren Campingplatzaufenthalte sind danach umsonst, nur Strom ist extra zu bezahlen (Pauschalpreis $ 4). Außerdem ermöglicht einem die Jahreskarte freien Zugang zu vielen New Mexico Sehenswürdigkeiten, die unter der Verwaltung der State Parks stehen. Der Campingplatz im Clayton Lake State Park liegt direkt am See (siehe Dia Show), hat aber nur sieben Stellplätze mit Strom und Wasseranschluss. Alle anderen Campingplätze sind ohne Anschlüsse und bieten nur einen überdachten Picknicktisch mit Bank. Wir hatten Glück und bekamen einen Stellplatz mit Strom und Wasser und mieteten uns für drei Nächte ein. Neben uns stand ein super-edles Gespann (siehe Dia Show), da wirkten wir wie die armen Verwandten daneben! Der chrombestückte Bus, der ein „Zimmer Unikat“ (< -- bitte anklicken) im Schlepptau hatte, gehörte einem texanischen Millionär im Ruhestand, der meist in seinem „Bus“ saß und per Handy Börsengeschäfte abwickelte (Computer und Internet lehnte er ab). Der „Bus“ war einst das Tourneefahrzeug von Dolly Parton und wo immer möglich, war innen alles mit Marmor und Chrom veredelt. Von Bar über Waschmaschine, Trockner, Müllpresse, zweitürigem Kühlschrank, etc. etc. war alles vorhanden und der alte Herr hatte sich mit seiner weit jüngeren Frau, in gehobenem Stil, dem Vagabundenleben verschrieben. Die Unterseite des Busses war mit riesigen Dieseltanks ausgestattet. Einmal voll tanken kostet $ 2500, erzählte er uns. (Nach dem letzten Anstieg der Ölpreise wird er beim nächsten Tanken wohl $ 3000 hinblättern müssen.) Interessanterweise fand es unser texanischer Millionär nicht unter seiner Würde, die Sparvorteile eines New Mexico State Parks Jahrespasses wahrzunehmen. Am Rand des Clayton Sees sind auf einem begrenzten Areal ungefähr 500 Abdrücke von fünf verschiedenen Dinosaurier-Arten zu finden. Die Spuren sind in Dakota-Sandstein erhalten geblieben und werden auf 120 bis 98 Millionen Jahre datiert. Bevor wir uns diese Attraktion (siehe Fotos) anschauten, besuchten wir das Clayton Lake State Park Besucherzentrum und nahmen an einer Video-Vorlesung über die Dinosaurierspurenfunde teil. Am 18. Mai fuhren wir weiter (siehe Reiseroute). Unser nächster State Park in der Nähe von Logan, New Mexico war der Ute Lake State Park. Staubig, kahl, landschaftlich unattraktiv, war der Campingplatz so gar nicht nach unserem Geschmack. Die Stellplätze waren offensichtlich nur dazu angelegt, möglichst viele Camper unterzubringen, die zum Angeln, Boot fahren und für sonstige Wassersportarten hinkommen. Wir übernachteten und suchten am nächsten Tag ganz schnell das Weite. Die Fahrt ging hoch zum Llano Estacado (<-- bitte anklicken), wo wir eine riesige Windfarm sahen (siehe Dia Show), und über Clovis, New Mexico (siehe Reiseroute) zum Oasis State Park gelangten. Dort fanden wir unter Bäumen einen schönen Stellplatz (siehe Fotos), auf dem wir bis zum 22. Mai blieben. Ein Teich im Park hatte 30 Jahre den Anglern der Umgebung gute Dienste geleistet und Ende vergangenen Jahres begannen die Arbeiten den Angelteich zu reinigen und den Grund neu zu beschichten. Als im Februar dieses Jahres die Arbeiten beendet waren, wurde der Teich mit frischem Wasser und Fischen versehen und die Angler konnten wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Aber irgendetwas war schief gelaufen! Drei Wochen nach der Wiedereröffnung ging eine SOS Botschaft an alle Angler hinaus: Kommt und holt alle Fische aus dem See, das Wasser versickert! Eine Woche später lag der Teich vollkommen ausgetrocknet da (siehe Fotos). Nun soll ein Komitee die Schuldfrage ergründen. Waren die Ausschreibungsbedingungen des Staates fehlerhaft oder hat der Auftragnehmer schlechte Arbeit geleistet und dadurch dieses Malheur verschuldet? Bis diese Frage gelöst und der Fehler behoben ist, kommen keine Angler, der Park liegt ruhig, friedlich und fast menschenleer da und für solche Camper, die wie wir die Natur, Ruhe und Einsamkeit suchen, ist ein kleines Paradies entstanden. In der Nähe des Oasis State Park befinden sich die „Blackwater Draw“ archäologischen Ausgrabungen der Eastern New Mexico University (prähistorische, menschliche Funde, ca. 11.000 v. Chr.), die wir besuchen wollten, sowie ein dazugehöriges Museum. Leider stellte sich heraus, dass beides bis zum „Memorial Day“ Feiertag, der dieses Jahr auf den 26. Mai fiel und sozusagen jedes Jahr als Auftakt der Touristensaison gilt, geschlossen war. So lange wollten wir dort nicht bleiben und deshalb mussten wir dieses Vorhaben vorläufig ausfallen lassen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir kommen dort sicher irgendwann mal wieder vorbei. Dieses mal fuhren wir stattdessen nach Portales (< -- bitte anklicken) und schauten uns dort ein wenig in der Stadt um. Unser nächster Stopp war der Sumner Lake State Park nordwestlich von Fort Sumner, 146 km vom Oasis State Park entfernt (siehe Reiseroute). Wir blieben bis zum Dienstag nach „Memorial Day“ und besichtigten von dort aus Fort Sumner, die Gedächtnisstätte für „Bosque Redondo“ (< -- bitte anklicken), das Grab von „Billy the Kid“ (< -- bitte anklicken) und machten eine Wanderung am Rio Pecos entlang (siehe Fotos). Bevor wir weiterfuhren, kam Lobo unters Messer, bzw. Schergerät. Das Thermometer war so nach und nach auf über 30°C gestiegen (tagsüber) und er fühlte sich mit seinem dicken Fell gar nicht mehr wohl. Er wurde geschoren und gebadet und seine erste offizielle Tat nach dieser mehrstündigen Tortur war ein ausgiebiges Wälzen im Sand. Am 27. Mai erreichten wir Roswell, New Mexico (siehe Reiseroute), in dessen Nähe 1947 angeblich eine „fliegende Untertasse“ gelandet ist. Etwas östlich der Stadt befindet sich der „Bottomless Lakes State Park“ (siehe Fotos) und von dort aus erkundeten wir über die nächsten paar Tage die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Was dabei natürlich nicht fehlen durfte, war das UFO Museum (siehe Fotos). Der UFO-Tourismus hat sich in eine bedeutende Einnahmequelle für die Einwohner von Roswell entwickelt. Die Straßenlaternen der Stadt schauen alle wie Köpfe von Außerirdischen aus (siehe Fotos) aber Roswell ist trotzdem eigentlich eine recht ansehbare Stadt mit vielen historischen, schönen alten Gebäuden und Wohnhäusern. In einem Nebenflügel des „Roswell Museum & Art Center“ (Historisches Museum, Observatorium/Planetarium, Kunstmuseum) mit Werken u. a. von Georgia O'Keeffe, Fritz Scholder, Henriette Wyeth und Peter Hurd, um nur einige zu nennen, befindet sich die original Werkstatt von Robert H. Goddard (von den Amerikanern als "Vater der Raketentechnik" bezeichnet ) nebst weiteren Exponaten, die in seinen Versuchen zur Anwendung kamen (siehe Fotos). Ein herrliches Museum, in welchem wir viele interessante Stunden verbrachten. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Roswell ist das Eiserne Kreuz, das von deutschen Kriegsgefangenen gegen Ende des 2. Weltkriegs im Uferdamm des Spring Rivers durch die Verwendung von unterschiedlich großen Steinen angelegt wurde (siehe Fotos). Wir verließen Roswell am 30. Mai, fuhren bis Alamogordo, wo wir vor zwei Jahren überwinterten (siehe Reiseroute) und legten dort ein paar Arbeitstage ein. Große Wäsche und Haushaltstage für mich, während Chuck eine Rampe für Lobo baute, der sich auf seine alten Tage in letzter Zeit sehr schwer tat, in unseren Truck zu springen und auch mit den Treppen am Wohnmobil kam er nicht mehr so gut zurecht. Nun geht das alles viel leichter, denn Lobo hat sich schnell an die Rampe gewöhnt! Fortsetzung folgt ….. |
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| Das Bild oben und das Bild unten wurden innerhalb einer Minute hintereinander aufgenommen; einmal mit Blick nach Westen und gleich darauf mit Blick nach Osten. |