Reisebericht Juni 2008 (Beginnt in Alamogordo, New Mexico)

    Unser Reisebericht ist diesmal recht kurz, denn der Juni war eher ein Arbeits-, bzw.
    Zahnarztmonat, als ein Reisemonat.  

    Am 1. Juni besuchten wir die Eagle Ranch Pistazienfarm  (< - - bitte anklicken) nördlich
    von Alamogordo und  deckten uns mit einigen Leckereien ein.  Am nächsten Tag fuhren
    wir über Las Cruces bis zum Leasburg Dam State Park (siehe Reiseroute).  Das sind nur
    etwa 120 km und somit war es noch recht zeitig am Tag, als wir unseren Stellplatz dort
    bezogen hatten.  Wir riefen unseren Freund Dick in Las Cruces an, um ihm Bescheid zu
    geben, dass wir eingetroffen waren.  Er lud uns zum Abendessen in „La Posta“  (< -- bitte
    anklicken) in Old Mesilla ein, eins der besten mexikanischen Restaurants überhaupt!  Wir
    holten ihn zuhause ab, fuhren gemeinsam zum Restaurant, feierten unser Wiedersehen
    und ließen es uns schmecken!  

    Chuck brachte am Tag darauf unseren Truck in die Werkstatt in Las Cruces, um ein paar
    Wartungsarbeiten durchführen zu lassen, während ich auf dem Campingplatz blieb und
    versuchte unsere Freunde und ehemaligen Nachbarn zu erreichen, da wir sie zum Essen
    einladen wollten.  Ich war völlig fassungslos, als sich nach einigen Schwierigkeiten sie
    telefonisch zu erreichen, herausstellte, dass beide voriges Jahr innerhalb von zwei
    Monaten verstorben waren.
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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht Juni 2008
    Da unser Wagen über Nacht in der Werkstatt bleiben musste, wurde Chuck von Dick in dessen Wagen zurück zum
    Campingplatz gebracht.  Dick campte zwei Nächte mit uns (siehe Fotos).  Wir grillten am ersten Abend
    Schweinerippchen über dem Lagerfeuer, aber Chuck und ich waren nach der traurigen Nachricht über unsere
    verstorbenen Freunde in recht gedrückter Stimmung.  

    Wir blieben bis zum 9. Juni im Leasburg Dam State Park und trafen uns an einem der Tage mit Madeleine und Rex
    Berryhill zum Mittagessen in Las Cruces.  Dick war auch mit von der Partie.  Am 7. Juni (Samstag) kam uns Barbara
    Bowser auf dem Campingplatz besuchen.  Es war schön, sie alle wiederzusehen!  Am Montag verlegten wir unseren
    Standort nach Columbus, New Mexico (siehe Reiseroute), wo wir länger bleiben wollten.  Pancho Villa State Park in
    Columbus liegt dicht an der mexikanischen Grenze.  In Palomas, auf der mexikanischen Seite, gibt es eine Zahnklinik,
    die wir immer aufsuchen, wenn wir in der Gegend sind.  Sie leisten dort ausgezeichnete Arbeit und die Preise liegen
    beträchtlich unter dem US Durchschnitt.  Allerdings war die Klinik vor einiger Zeit von Banditen überfallen worden,
    gerade als sich der Bürgermeister von Columbus zur Zahnbehandlung dort aufhielt.  Auch die Drogenmafia ist recht
    rege in Palomas und im März d. J. berichteten die US Medien, dass der Polizeipräsident von Palomas, Emilio Perez,
    am Grenzübergang zwischen Palomas/Mexiko und Columbus/USA bei den US Behörden um politisches Asyl gebeten
    hatte, da seinen Polizisten das Pflaster in Palomas zu heiß geworden war,  sie ihr Amt niedergelegt hatten und er nun
    ganz alleine dastand.  Aufgrund dieser Berichte, erkundigten wir uns zuerst bei unserem Park Ranger, ob es denn
    ratsam sei, eine Grenzüberschreitung zu wagen.  Da zwischenzeitlich mexikanisches Militär in Palomas eingetroffen
    war, welches nun die Öffentlichkeit beschützt und der Touristen-Zahnarztverkehr immer noch und ohne weitere
    Zwischenfälle blüht, hatte er diesbezüglich keine Bedenken.  Folglich verfuhren wir wie geplant.

    Der Zahnarztbesuch verlief für mich leider so schlecht, wie ich befürchtet hatte.  Ich hatte in den letzten Monaten
    öfters schreckliche Zahnschmerzen unter einer Jacketkrone, an der eine Brücke hing.  Der Zahn musste gezogen
    werden und da ich keine Zahnprothese wollte, blieb nur die Option von Implantaten.  Diese Prozedur dauert und die
    Weiterbehandlung zieht sich über Monate hin, somit mussten wir unsere Reisepläne für diesen Sommer ändern.  
    Statt Manitoba und Saskatchewan in Kanada, wie eigentlich geplant, werden wir uns also in etwas geringerer
    Entfernung von Palomas, Mexiko aufhalten, damit ich meine Zahnarzttermine einhalten kann.  

    Chucks Zahnarztbesuch verlief weniger dramatisch.  Er bekam drei neue Jacketkronen, die bereits eine Woche
    später fertig waren und dann verbrachte er die restliche Zeit im Pancho Villa Park damit, unser Wohnmobil auf
    Fordermann zu bringen.  Dick kam uns an dem Tag besuchen, als die Titanschraubenimplantate in meinen
    Kieferknochen eingedreht worden waren.  Er campte ein paar Tage mit uns, und konnte mein geschwollenes Gesicht
    in allen Phasen miterleben.  Ich sah anfangs aus, als hätte man mir zwei Tennisbälle implantiert!

    Nachdem uns Dick wieder verlassen hatte, machten wir einen Tageausflug nach El Paso, Texas (125 km entfernt),
    wo wir einige Einkäufe erledigten.  Columbus ist sehr klein, hat nur einen kleinen Supermarkt und ist über 50 km von
    der nächst größeren Ortschaft (= Deming, NM) entfernt, also nicht gerade ein Einkaufsparadies!  Als ein paar Tage
    nach unserer Fahrt nach El Paso unsere Leiter kaputt ging, mussten wir auch noch nach Deming zum Einkaufen
    fahren.

    Lobo wird Columbus und Pancho Villa State Park bis an sein Lebensende in guter Erinnerung behalten:  er verliebte
    sich in „Puddles“,  eine 14-jährige Chihuahua – Dackelmischung (siehe Fotos).  Puddles und ihr Frauchen, Tillie, waren
    unsere Nachbarn, bis eines nachts die Stromleitung an ihrem Stellplatz durchschmorte.  Dann mussten die beiden
    umziehen (bei 43°C im Schatten braucht man Strom, um die Klimaanlage in Gang zu halten!),  aber nur ein paar
    Stellplätze weiter; immer noch nah genug, um es dem Seniorenliebespaar zu ermöglichen, sich oft zu sehen.  Der
    Campingplatz war meistens fast leer, da konnten sie sich frei bewegen, ohne dass irgendjemand daran Anstoß
    nehmen würde.

    Nachdem am 27. Juni meine Fäden gezogen wurden und ich mich erst Anfang August wieder bei der Zahnklinik
    melden muß, verließen wir am 30, Juni Columbus und fuhren zum etwa 160 km entfernten Caballo Lake State Park
    (siehe Reiseroute), wo wir uns noch einmal mit Dick zum campen trafen.

    Fortsetzung folgt …..
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Pancho Villa
State Park