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Der Jahreswechsel ereilte uns auf einem für die Jahreszeit erstaunlich gut besuchten Campingplatz am Ortsrand von Colfax, Louisiana in einem Erholungsgebiet neben einem Stausee. Die ersten Tage des neuen Jahres waren sonnig, kalt und windig, dann schlug das Wetter um und wir erlebten Tagestemperaturen von 17 °C - 24 °C, mal mit Regen, mal mit Sonne und an einem Tag war es so schwül, dass wir die Klimaanlage anschalten mussten. Der Campingplatz leerte sich am 2. Januar und wir hatten ihn danach fast für uns alleine. Wir blieben noch eine gute Woche und verbrachten die Tage mit Wartungsarbeiten am Wohnmobil (zwei neue Reifen waren wieder einmal angesagt), Spaziergängen mit Lobo und erledigten dieses und jenes. Ein paar Ausflüge nach Alexandria und Fort Polk (Leesville, Louisiana) standen mit auf dem Kalender und am 7. Januar holte uns unsere Post aus Fort Wayne ein, die uns Michael nachgeschickt hatte, da wir endlich wieder einen längeren Aufenthalt mit Adresse vorzuweisen hatten. Groß war die Freude über die viele Weihnachtspost, Karten, Päckchen, Süßigkeiten und Geschenke. Wir feierten noch einmal Weihnachten! Am 10. Januar ging die Reise weiter und wir verlegten unseren Standort 195 km südlich (siehe Reiseroute Januar 2008) in den Sam Houston Jones State Park bei Lake Charles, Louisiana. Am Freitag, dem 11. Januar, besuchten wir Lake Charles (< -- bitte anklicken) und gingen an dem gleichnamigen See Gassi mit Lobo (siehe Fotos). Das Wetter war bei wolkenlosem Himmel und 20 °C herrlich! Am Tag darauf besuchten wir in Sulphur, ein paar Kilometer westlich von Lake Charles, ein Cajun Restaurant, um die lokale Küche auszuprobieren. Bei „Cajun Charlie’s Seafood“ wurde auf dem Büffet eine große Auswahl von Cajun Köstlichkeiten angeboten und wir probierten alles, von Alligatorenfleisch über Froschschenkel, Seafood Gumbo (Kreolisches Fischragout), Crawfish Étouffée (Ragout aus Flußkrebsen) und vielen verschiedenen Gemüsearten bis hin zu Boudin Blanc, einer Art Grützwurst, die dort aber aus Reis und Leber hergestellt wird. Da wir unterwegs überall Schilder gesehen hatten, die „Boudin“ zum Kauf anboten, wollten wir diese natürlich auch probieren. Leider fehlten sie auf dem Büffet und wir mussten sie separat bestellen. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Wir teilten uns eine der Würste, die andere nahmen wir mit nachhause und die bekam Lobo zum Abendessen. |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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Vor unserer Abfahrt am Sonntag (13. Januar) machten wir noch einen Spaziergang mit Lobo am See entlang und durch den Park. Eine Moschusente mit ihrem wunderschönen, metallisch glänzenden Gefieder erregte unsere Aufmerksamkeit. Leider hatten wir den Fotoapparat nicht dabei. Wir gingen zum Wohnmobil zurück, um ihn zu holen und als ich alleine zum See zurückkehrte, war die Ente verschwunden. Ich stand am Ufer und hielt nach ihr Ausschau. Plötzlich sah ich sie ganz auf der anderen Seite des Sees. Sie sah mich auch und kam auf mich zugeschwommen. Dann kam ein Erpel hinterher und beide kamen zu mir und ließen sich fotografieren. Sie wollten wahrscheinlich gefüttert werden; leider hatte ich nichts dabei, um sie dafür zu belohnen, dass sie sich so schön für meine Fotos in Positur warfen. Anschließend verließen wir den Park und fuhren bei herrlichem Sonnenschein in Richtung Texas (siehe Reiseroute). Wir übernachteten in Jasper, Texas auf einem Walmart Parkplatz. Ein streunender Hund und zwei streunende Katzen, die von einer mitleidigen Seele gut mit Futter, Wasser und Unterkunft, versteckt in den Büschen am Rande des Parkplatzes, versorgt wurden, leisteten uns Gesellschaft. Am Montag erreichten wir Huntsville State Park, wo wir eigentlich eine Weile bleiben wollten, aber als wir zum einchecken anhielten, wurden wir davon unterrichtet, dass der Campingplatz im Park wegen der beginnenden Jagdsaison vorübergehend geschlossen sei. Warum sie uns das nicht schon am Telefon gesagt hatten, als wir ein paar Tage vorher dort angerufen hatten, war uns nicht so ganz verständlich. Also kehrten wir um und machten uns auf die Suche nach einem anderen Campingplatz, welchen wir an diesem Abend aber nicht mehr fanden. Wir verbrachten noch eine Nacht auf einem Walmart Parkplatz, diesmal in Montgomery, Texas. Im Internet suchten und fanden wir einen Campingplatz in Navasota, Texas, zu welchem wir am Dienstagmorgen aufbrachen und uns dort häuslich niederließen. Wir hatten vor, einige Zeit in dieser Gegend zu verbringen und der Campingplatz in Navasota erwies sich als geeignet für einen längeren Aufenthalt. Am Abend riefen wir Jeany Olden in Montgomery an, mit der wir uns treffen wollten, um sie und ihren Mann kennenzulernen. Jeany ist die Adoptivtochter von Helga Dingman in Pueblo, Colorado (siehe Reisebericht November 2005). Helga ist die Cousine meines Vaters. Eigentlich war dieses Treffen für die Weihnachtszeit vorgesehen, während Helga aus Colorado zu Besuch bei den Oldens war, aber wir schafften es nicht rechtzeitig bis Texas. Am Mittwoch (16. Januar) machten wir einen Abstecher nach College Station zum Einkaufen. Wir blieben bis zum 29. Januar in Navasota aber außer ein paar Einkaufsfahrten, einem Ausflug zum Washington-on-the Brazos State Park (siehe Fotos), einem Flohmarktbesuch und unserem Besuch bei Jeany Olden (siehe Foto) blieben wir bei viel Regen und meist ziemlich kaltem Wetter zuhause. Teilweise standen die Wiesen um uns herum unter Wasser und vor unserer Tür begann sich ein Sumpf zu bilden. Am 25. Januar fuhren wir nach Montgomery und besuchten Jeany in ihrem wunderschönen Haus. Leider war Peter, ihr Mann, kurzfristig dienstlich abberufen worden und so lernten wir ihn nicht kennen, aber Mark, ihr ältester Sohn, kam nachhause, als wir gerade Jeanys herrlichen Pekannusskuchen verspeisten. Wir verbrachten schöne Stunden miteinander und hatten uns viel zu erzählen. Jeanys Mann ist Holländer und Ingenieur in der Öl-Pipeline Branche. Die Familie lebte bis vor ein paar Jahren in Holland, zwischenzeitlich auch ein paar Jahre in Norwegen und Jeany hatte viele interessante Dinge über ihr Leben zu erzählen. Am Dienstag, 29. Januar 08, verließen wir Navasota bei etwas wärmeren Temperaturen als wir bis dato dort erlebt hatten und fuhren 220 km in südlicher Richtung (siehe Reiseroute) bis zur Galveston Insel, wo wir uns westlich der Stadt Galveston im Galveston Island State Park einmieteten. Galveston liegt etwa 80 km südöstlich von Houston am Golf von Mexiko auf einer der Küste vorgelagerten, lang gestreckten schmalen Insel. Gleich am nächsten Tag machten wir einen Ausflug in den westlichen Teil der Insel, mit Spaziergang am Strand (siehe Fotos), wo Chuck ein Handy fand und gelangten über Brücken zur nächsten Insel, zurück zum Festland und letztendlich wieder auf die Galveston Insel. Der letzte Januartag brachte uns zum Frühstück ein starkes Gewitter mit Windböen, die uns das Fürchten lehrten. Im Fernsehen wurde Tornadowarnung gegeben und uns war gar nicht wohl in unserer Haut. Als sich die Wolken endlich verzogen und die Sonne herauskam, atmeten wir erleichtert auf und Chuck, der inzwischen das gefunden Handy ausgetrocknet und die Batterie aufgeladen hatte (das Handy hatte über einen Monat dort am Strand gelegen, wie anhand der letzten abgehenden Gespräche zu erkennen war), rief die Mutter des Besitzers an, deren Telefonnummer er im Speicher gefunden hatte und hinterließ eine Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter. Kurz darauf rief sie zurück und versicherte Chuck immer wieder, wie überglücklich ihr Sohn sei, dass er sein Handy wieder bekommen würde. Wir haben das Handy an der Rezeption des Galveston Island State Parks hinterlegt und dort können sie es abholen, wann immer sie Zeit dazu haben. Die Frau sagte, sie wohnen etwa eine Autostunde von Galveston entfernt. Am Nachmittag fuhren wir zum östlichen Teil der Insel (siehe Fotos) und schauten uns die Altstadt von Galveston an (siehe Fotos/Dia-Show). Im Restaurant „Fish Tales“, direkt am Strand mit Blick auf den Golf von Mexiko, klang der Monat Januar bei gegrilltem Schwertfisch (für mich) und einem Kombinationsteller von gegrillten Meeresfrüchten (für Chuck) aus. Fortsetzung folgt……………. |
| Auf der Strand- promenade von Lake Charles, Louisiana |