
Reisejournal Februar 2008 (Beginnt in Texas auf der Insel Galveston im Golf von Mexiko)
Naturschutzgebiet von Galveston Island State Park (siehe Fotos) und anschließend fuhren wir in die Stadt Galveston, um uns dort noch ein wenig umzusehen (siehe Fotos). Als wir zum Campingplatz zurückkamen, hatte sich dieser für das bevorstehende Wochenende ziemlich gefüllt. Lobo war wenig begeistert davon, dass die Wiese vor unserem Wohnmobil, die er als sein Territorium betrachtet hatte, plötzlich von Fremden besetzt war und er gab seinen Unmut darüber lautstark kund! Tags darauf, Samstag, gab es mehrere Mardi Gras Umzüge in Galveston und bei dem, der für 18 Uhr angesagt war, stellten auch wir uns an den Straßenrand, um dem wilden Treiben zuzusehen (siehe Fotos / Dia Show). Das Besondere an diesen Faschingsumzügen ist, dass Perlenketten - Mardi Gras beads - unter die am Straßenrand stehenden Zuschauer geworfen werden, die eifrig ,,Throw me something!" rufen. Die Leute hängen sich die aufgefangenen Ketten um den Hals, je mehr, desto stolzer schwillt die Brust! Wir konnten nicht umhin, auch ein paar Ketten zu erwischen. Eine flog mir direkt ins Gesicht und ich ging mit geschwollener Lippe nach hause. Wir verschenkten unsere Beute nach dem Umzug an Kinder, die nicht viele Ketten ergattert hatten. Am Sonntag bereiteten wir uns für unsere am Montag geplante Abreise vor. Am 4. Februar kurz nach 13 Uhr verließen wir unseren Campingplatz und fuhren bei sonnigdunstigen 21°C zum Festland zurück (siehe Reiseroute), durch Houston (siehe Fotos) bis zum Huntsville State Park, wo wir uns für eine Woche auf einem sehr schönen Stellplatz an einem See einmieteten. Am Abend riefen wir Jeany Olden an, um mit ihr einen Termin zur Postübergabe auszumachen, denn unsere Post aus Fort Wayne, die Michael uns nachgeschickt hatte, war in der Zwischenzeit bei ihr eingetroffen. Am nächsten Abend trafen wir uns mit ihr im „Cinco de Mayo“ mexikanischen Restaurant in Conroe und lernten bei dieser Gelegenheit auch Peter, ihren Mann, kennen (siehe Foto links oben auf dieser Seite). Das Essen dort war herrlich und wir verbrachten einen sehr netten Abend miteinander. |
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stieg die Temperatur nicht über 10°C. Ideales Wetter, um den Berg von Post, den uns Jeany am Abend zuvor ausgehändigt hatte, zu sortieren und zu bearbeiten. Am Nachmittag besuchten wir die Sam Houston Statue (< -- bitte anklicken) (siehe Fotos) und fuhren anschließend nach Huntsville zum Einkaufen. Am 7. Februar kehrten wir noch einmal nach Conroe zurück, um noch ein paar Einkäufe zu erledigen und wir wollten uns auch den W. Goodrich Jones State Forest anschauen, denn dort sollte es angeblich auch einen Campingplatz geben. Letzteres erwies sich jedoch als Falschmeldung. Der 8. Februar brachte wieder wärmeres Wetter, weiterhin Sonnenschein und einen herrlichen Strauß roter Rosen, der mich am Morgen auf dem Esszimmertisch begrüßte, als ich verschlafen aus dem Schlafzimmer kam. Ich wurde wieder ein Jahr älter, eine Tatsache, die vielen Gratulanten nicht entgangen war und ich verbrachte einen Großteil des Tages am Telefon, um die guten Wünsche zu meinem Geburtstag in Empfang zu nehmen. Am Abend führte mich Chuck im „The Junction“ Restaurant (< -- bitte anklicken) in Huntsville zum Essen aus. Übers Wochenende wurde unser Campingplatz ziemlich voll, denn das Wetter war herrlich. Letzteres war der Anlass, einige unserer Sommersachen auszupacken und den Kleiderschrank umzuräumen. Abends saßen wir am Lagerfeuer und grillten. Am Montag verließen wir Huntsville State Park und fuhren Richtung Somerville See (siehe Reiseroute), mit einem Zwischenstopp in Navasota, wo wir eine Nacht verbrachten und Wäsche wuschen, da wir dort Kanalisationsanschluss hatten, etwas das in den State Parks von Texas selten, wenn überhaupt, angeboten wird. Wir verbrachten 2 Wochen am Somerville See. Die erste Woche im Yegua Creek Park, die zweite Woche im Rocky Creek Park. Vom Somerville See aus machten wir viele schöne Ausflugsfahrten, teilweise mit dem Wagen, aber auch mit den Fahrrädern (siehe Fotos). Unsere erste Radtour ging vom Yegua Creek Park zum Rocky Creek Park (etwa 8 km voneinander entfernt). Unterwegs wurden wir auf der Hinfahrt von einem starken Gewitter überrascht und nirgends war eine Möglichkeit, uns unterzustellen. Als wir im Rocky Creek Park ankamen, ging ich erst mal auf eine Toilette, um mir die Haare und das Oberteil an einem elektrischen Händetrockner zu trocknen. Auf dem Rückweg kam ein noch stärkeres Gewitter und uns schwappte das Wasser aus den Stiefeln und die Hosen rutschten runter, weil sie so schwer vom Wasser waren. Als wir heimkamen, haben wir gleich heiß geduscht, damit wir uns nicht erkälten. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so von Regen durchnässt, wie an diesem Tag! Kein trockener Faden war mehr an mir und Chuck ging es nicht besser. Gut, dass wir Lobo nicht mit dabei hatten, bei seinem dicken Fell dauert es immer 3 Tage bis er wieder ganz trocken ist, wenn er erst mal bis auf die Haut nass ist. Lobo hatte am 19. Februar seinen 13. Geburtstag. Er kann uns leider bei unseren Radtouren nicht mehr begleiten. Er macht nach 500 m schlapp und somit bleibt er in letzter Zeit daheim, wenn wir mit den Rädern unterwegs sind. Bei unseren anderen Radtouren am Somerville See hatten wir mit dem Wetter etwas mehr Glück! Mit dem Wagen besuchten wir zwei der berühmten „bemahlten Kirchen“ in den Gebieten um Schulenburg, Texas, die von deutschen und böhmischen Einwanderern Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurden (siehe Fotos / Dia Show). Auch Oldenburg, Brenham, Round Top und, in etwas geringerem Maße, Giddings (siehe Fotos) weisen eine stark deutsch geprägte Vergangenheit auf. Durch die Vermittlung des Mainzer Adelsvereins (1842-1848) (< -- bitte anklicken) wanderten etwa 7.380 Deutsche zwischen 1844 und 1847 nach Texas aus. An einigen Tagen blieben wir auf dem Campingplatz und machten schöne Spaziergänge mit Lobo am See entlang und am 27. Februar verließen wir den Somerville See und fuhren weiter bis Round Rock nördlich von Austin, der texanischen Hauptstadt (siehe Reiseroute). Dort mieteten wir uns wieder für eine Woche auf einem städtischen Campingplatz ein. Wir hatten großes Glück mit unserem Stellplatz, da wir ganz am Ende des Platzes standen und wir keine Nachbarn vor der Tür hatten, nur eine wunderschöne Parkanlage mit alten Bäumen und Rasen. Der Rest des Campingplatzes war sehr eng angelegt und an manchen Tagen waren die Wohnmobile und Caravans eingepfercht wie die Ölsardinen. Der Platz direkt hinter uns blieb stets leer, da dort nur ein 30 Ampère Stromanschluss war und nach vorne hinaus hatten wir unseren schönen Park! Bei herrlichem Sonnenschein und 22°C besuchten wir am 28. Februar Fort Hood, etwa 60 km nördlich von Round Rock, wo wir in der Tierklinik ein Rezept für Lobos Schilddrüsenmedikament ausgestellt bekamen und anschließend hielten wir beim Commissary, um unseren Proviant aufzustocken. Abends haben wir bei „Carino’s“ in Round Rock sehr lecker italienisch zu Abend gegessen. Am letzten Februartag verweilten unsere Gedanken hauptsächlich in Pueblo, Colorado, wo meine Großcousine sich einer Mastektomie unterziehen musste. Gott sei Dank überstand sie die Operation ohne Komplikationen und mit Hilfe ihrer Adoptivtochter Jeany Olden, die aus Texas angereist kam, um ihr beizustehen, ist sie nun auf dem Weg der Besserung. Am Abend fuhren wir zu IKEA, und haben in Form einer Schiene mit fünf Strahlern etwas gegen unser Beleuchtungsproblem im Wohnmobil getan. Fortsetzung folgt……………. |
| Renées 61. Geburtstag |
| Im "Cinco de Mayo" Mexikanischen Restaurant mit Jeany and Peter Olden |