Louisiana)
einem Tierarzttermin für Lobo, um ein neues Rezept für seine Schilddrüsenmedikamente zu bekommen. Das Wetter besserte sich dann vorübergehend und an manchen Tagen erreichte das Thermometer bis zu 20 °C und wir hatten herrlichen Sonnenschein. Wir verbummelten die Tage, Lobo und ich gingen viel spazieren und joggten miteinander. Chuck musste am 7. Februar zum Zahnarzt, weil sich eine seiner Jacketkronen gelöst hatte und am 8. Februar war es dann soweit und ich feierte meinen 60. Geburtstag.
dieses Jahr, nicht so wie zu meinem 50–sten in Deutschland, wo die halbe Ortschaft und fast die ganze Verwandtschaft mit mir feierte -- anders in jeder Hinsicht --aber auch schön. Weit ab von jeglicher Zivilisation, war der nächste Ort mit einem Restaurant eine Dreiviertelstunde entfernt und wir sind am Abend losgefahren, um mein Geburtstagsmahl dort einzunehmen. Es stellte sich leider heraus, als wir ankamen, dass das Restaurant, das ich mir ausgesucht hatte, wegen einer geschlossenen Veranstaltung für die Allgemeinheit nicht geöffnet war, somit mussten wir kurzfristig umdisponieren und feierten dann in einem japanischen Steakhaus, wo am Tisch gekocht wird und der Koch die Messer durch die Gegend jongliert und alle möglichen Kunststückchen vorführt. Ich hatte das Vergnügen, eine Garnele im Mund aufzufangen, die er ziemlich geschickt in meine Richtung fliegen ließ. Nach dem Essen kamen die Ober und Bedienungen und sangen „Happy Birthday“ für mich und ein Stück Käsekuchen mit Kirschen belegt spendierte man mir noch obendrein! |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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In unserem Wildnisdomizil am Stausee klappte es mit dem Mobilfunknetz nicht immer so wie gewünscht und gar mancher Gratulant sah sich gezwungen, die guten Wünsche per E- mail an mich zu verschicken, worüber ich mich aber auch riesig freute! Ich versuchte den Schock, 60 geworden zu sein, humorvoll zu verarbeiten und folgendes ist dabei herausgekommen: Aber ganz so weit sind wir noch nicht. Vorher habe ich noch einiges vor! (In Sachen „Dauerreise“ und so). Kurz vor unserer geplanten Abreise vom Toledo Bend, entschlossen wir uns, noch einmal dort zu verlängern, damit wir uns am 17. Februar den Mardi Gras Umzug (< -- bitte anklicken) in Leesville anschauen könnten (siehe Fotos). Leesville ist ein kleiner Ort im Verhältnis zu New Orleans, wo all die großen Mardi Gras Umzüge stattfinden, aber auch hier war die Stimmung gut und alle amüsierten sich glänzend. Der Umzug dauerte etwa eine halbe Stunde und ich habe fleißig fotografiert. Es ist der Brauch, dass die Leute auf den geschmückten Umzugswagen bunte Perlenketten in die Menge werfen, auf welche sich die Leute dann alle wie verrückt stürzen, um die Ketten zu ergattern. Es werden auch Süßigkeiten und andere Sachen geworfen, aber hauptsächlich diese bunten Ketten. Die hängt man sich dann um den Hals und je mehr man davon hat, umso stolzer schwellt sich die Brust! Wir haben auch ein paar ergattert und haben sie Lobo umgehängt, bis er dann wieder im Auto saß. Dann habe ich sie mir umgehängt und so sind wir in ein Restaurant zum Essen gegangen. Als wir dann heimkamen, wusste ich nicht so recht, was ich mit der ganzen Kettenpracht tun soll. Vorübergehend hingen sie dekorativ über dem Esstisch, wo sie bis Aschermittwoch blieben. Nun warten sie in einem Plastikbeutel darauf, bis wir nach Indiana zu Michael kommen, wo ich sie Katja schenken werde. Am Sonntag, d. 18. Februar nahmen wir widerstrebend Abschied vom Toledo Bend. (Wetter: sonnig, Temperatur: 10°C, Abfahrtsuhrzeit: 12:35, Tachostand: 61435.) Das nächste Ziel war Tyler, Texas, wo wir eine ehemalige Arbeitskollegin von mir aus meinen White Sands, New Mexico Tagen (1979- 1990) besuchen wollten. Die Fahrt brachte uns über die Highways LA 191 (süd) bis Mayflower, Texas TX 87 (nord) bis Timpson, Texas TX 84 (west) bis Mt. Enterprise, TX US 259 (nord) bis Henderson, TX Wir erreichten Henderson so gegen 16 Uhr und übernachteten dort auf einem Walmart Parkplatz. Lobos 12. Geburtstag feierten wir am nächsten Morgen mit Leckerlies und „Happy Birthday“ Lied und eine Kerze zum Gedenken meiner verstorbenen Mutter, die auch am 19. Februar Geburtstag hatte, wurde ebenfalls angezündet. Um 11:25 Uhr ging die Reise weiter (Wetter: sonnig, Temperatur: 18°C, Tachostand: 61575.) Wir kamen am frühen Nachmittag in Tyler an und mieteten uns an der Nordseite außerhalb der Stadt im „5 Star RV Park“ für eine Woche ein. Einer unserer Laptops war reparaturbedürftig und wir brachten das gute Stück gleich in die „Werkstatt“, in der Hoffnung, dass er innerhalb einer Woche repariert werden könnte. Der RV Park (Campingplatz) hatte ein kleines Wäldchen mit einem Teich, rundherum weideten Kühe auf den Feldern und frühmorgens krähten die Hähne. Wir hatten die ersten Tage herrliches Sommerwetter und Chuck machte sich am Wohnmobil nützlich. Für mich stand mal wieder große Wäsche und Hausputz auf dem Kalender und am Donnerstag waren wir bei meiner ehemaligen Arbeitskollegin, Carolyn, zum Mittagessen eingeladen, wo wir im Anschluss daran einen wunderschönen „Plaudernachmittag“ verbrachten. Am nächsten Tag (Freitag) schlug das Wetter um und am Samstag hatten wir bei anfangs noch strahlendem Sonnenschein derart starke Winde, dass wir die Markise aufrollen mussten und unser Grillfest, das wir für Carolyn’s Besuch bei uns geplant hatten, nach drinnen verlegen mussten (siehe Fotos). Tornadowarnungen wurden über's Fernsehen ausgestrahlt und das Wohnmobil schaukelte hin und her, während wir unsere Bratwürste und das gegrillte Hühnchen nebst Beilagen verspeisten. Als die Tornadogefahr vorüber war und wir "nur noch" vom Wind hin und her gebeutelt wurden, konnten wir Carolyn mit der Versicherung beruhigen, dass wir schon stärkere Windböen unbeschadet überstanden hätten. Am Sonntag beruhigte sich die Wetterlage, es war wieder eitel Sonnenschein mit sommerlichen Temperaturen und wir begannen, uns für unsere Abreise vorzubereiten. Da wir eine gute Mobilnetzfunkverbindung hatten, erledigte ich auch noch ein paar Gespräche nach Deutschland, die schon lange fällig waren. Unser Laptop war zwar noch nicht aus der Reparatur zurück, aber da unser nächstes Ziel (= Dallas und Umgebung) nicht sehr weit entfernt war und wir uns dort mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von Chuck, mit dem er in Heidelberg gearbeitet hatte, verabredet hatten, beschlossen wir, nach Tyler zurückzukehren um den Laptop abzuholen, statt die Zeit des Wartens ungenutzt verstreichen zu lassen. Am 26. Februar um 11:40 Uhr verließen wir Tyler. (Wetter: sonnig, Temperatur: 22°C, Tachostand: 61754.) Wir erreichten unseren nächsten Campingplatz am East Fork Park in Wylie, TX gegen 14:45 Uhr (Tachostand bei Ankunft 61860). Es stellte sich heraus, dass es ein Corps of Engineers (< -- bitte anklicken) Campingplatz an einem Stausee war und die Stellplätze wirklich großzügig angelegt waren. Der Campingplatz machte einen sehr guten Eindruck auf uns. Außerdem waren nur wenige Camper anwesend und auch die Tatsache, dass wir die ersten 24 Stunden wegen eines Wasserrohrbruchs in Wylie auf das Wasser in unseren Tanks angewiesen waren, bis die Wasserwerke den Schaden behoben hatten, änderte unsere Meinung nicht. Nachdem wir uns häuslich niedergelassen hatten, fuhren wir in die Stadt, erledigten ein paar Einkäufe und sahen uns die Umgebung an. Der erste Eindruck war, dass überall Wohnsiedlungen aus dem Boden schießen, mit zum Teil protzigen Villen, die aber viel zu eng aufeinander gebaut sind, um den Flair von Eleganz widerzuspiegeln, auf den sie ausgerichtet sind. Eine weitere Beobachtung, die wir machten, war, dass diese Protzbauten, wenn sie nicht in einer Siedlung sind, ohne jegliche Berücksichtigung auf die Umgebung gebaut werden. Es wirkt irgendwie grotesk, wenn eine Villa im Baustil eines Landschlosses in unmittelbarer Nähe eines Schrotthändlers steht, mit direktem Blick auf den Schrottplatz. Auch sieht man auf dem Land teilweise recht bescheidene, um nicht zu sagen, ärmliche, Wohnhäuser und mittendrin dann plötzlich ein architektonisches Monstrum, von einem Neureichen erbaut, der völlig an Geschmacksverirrung leidet (etwa gotische Fenster mit barocken Zwiebeltürmchen an einem Haus im Fachwerkstil). Mittwoch d. 28. Februar besuchten wir Chucks Freund, David Young, und ich lernte ihn und seine Frau, Lee kennen (siehe Fotos). Die beiden nahmen uns herzlich in Empfang, zeigten uns ihr wunderschönes Haus in Plano (nordöstlicher Vorort von Dallas), an welchem David seit seiner Pensionierung und Rückkehr aus Deutschland vor ein paar Jahren, in mühseliger Arbeit alle Renovierungen selbst vornimmt, die sie für nötig befinden. Während sich die Männer auf der Terrasse bei eingehenden Gesprächen um das Grillhähnchen kümmerten, wobei Lobo ihnen interessiert zuschaute, unterhielt ich mich mit Lee und wir lernten uns kennen. Gretchen, ihr Hund, und Lobo lernten sich nur durch’s Fenster kennen und das ziemlich lautstark. Nach einem ausgiebigen und vorzüglichen Mahl und anschließendem Plauderstündchen verließen wir spätabends unsere Gastgeber und verabredeten uns für Freitag, d. 2. März 07 auf dem Campingplatz. Fortsetzung folgt im März 2007 Reisebericht…………… |
| 8. Februar 2007 Renée feiert ihren 60. Geburtstag |
60 Jahre bin ich nun alt, oftmals sind die Füße kalt. Steife Hände hab’ ich auch, es schlappert Busen und der Bauch. Es ist nicht immer so gewesen, Doch brauch ich ‘ne Brille jetzt zum Lesen und mitten im Satz, manchmal, -- oh Schreck, sind plötzlich alle Worte weg! Das Altern geht weiter, unverzagt, egal was einen nun g’rad plagt. Ich kann’s nicht ändern und nehm’ es gelassen und genieße das Leben, ohne zu prassen! Ist’s dann mal aus und die Leut’ steh’n am Grab, in das ich mich begeben hab, dann sagen hoffentlich alle über mich, mal so eben: Ja, ja, die Renée, die wusste zu leben! |