versteckt hatten, waren wir am 5. Dezember abfahrbereit. Da es in der Nacht zuvor geschneit hatte, mussten wir mit der Abfahrt bis zum Nachmittag warten, bis die Straßen wieder passierbar waren. Es war noch immer sehr kalt und die Eiszapfen an unserem Wohnmobil ließen es uns auch nicht vergessen (siehe Foto). Wir erreichten den Wright Patterson Air Force Base Campingplatz bei Dunkelheit und erlebten in dieser Nacht Temperaturen von -13°C. Unsere Wasserpumpe fror ein und wir hatten kein fließendes Wasser. Am nächsten Morgen gingen wir ins Commissary für den vorweihnachtlichen Großeinkauf, deckten uns bei dieser Gelegenheit mit den notwendigen deutschen Weihnachtsspezialitäten ein und fuhren nachmittags weiter nach Falmouth, Kentucky, etwas südlich von Cincinnati, Ohio (siehe Reiseroute), wo die alljährliche Morton-Weihnachtsfeier am 8. Dezember stattfinden sollte. Wir mieteten uns im Kincaid State Park, ein paar Kilometer außerhalb von Falmouth, für 4 Nächte ein und bereiteten uns am Tag darauf für die Feierlichkeiten vor. Geschenke wurden verpackt und unser Beitrag zum Festschmaus, Tiramisu, wurde zubereitet. Die Temperaturen waren zwischenzeitlich auf über Null gestiegen und unsere Wasserpumpe funktionierte wieder, wenn auch etwas lautstark. Es dauerte mehrere Tage, bis sie sich wieder ohne großes Getöse betätigen ließ. Zur Weihnachtsfeier waren bis auf einen Bruder aus Florida alle von Chucks Geschwistern da, sowie viele ihrer Kinder und Enkelkinder. Ein Cousin aus Louisville, Kentucky und seine Frau nehmen auch jedes Jahr an der Mortonweihnachtsfeier teil. Michael kam dieses mal nicht, denn Katjas Basketballmannschaft hatte an diesem Tag ein wichtiges Spiel mit anschließendem Fototermin. Am Montag verließen wir Falmouth und fuhren bis Elizabethtown, Kentucky, wo wir übernachteten und uns am nächsten Tag mit dem Cousin aus Louisville und seiner Frau zum Mittagessen trafen. Danach schafften wir es noch bis Bowling Green, Kentucky und verbrachten die Nacht dort. Bei bedecktem Himmel und 10°C setzten wir unsere Reise gen Süden fort, fuhren durch Nashville, Tennessee (siehe Fotos) und Manchester, |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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Tennessee und checkten dann im Arnold Air Force Base Campingplatz für zwei Nächte ein. Wir hatten einen sehr schönen Stellplatz direkt am See (siehe Fotos). Leider regnete es am Tag darauf und somit konnten wir die relativ milden Temperaturen (17°C) nicht so richtig genießen. Am Abend trafen wir uns mit Freunden in Manchester, Pauline und Bill Moran (siehe Fotos). Sie kamen ca. 1972 nach Deutschland und waren unsere Nachbarn, als wir 1971 -74 in Stuttgart wohnten. Ihre Tochter, Susan, war Michaels beste Freundin. Wir hatten die Morans 1978 das letzte mal gesehen und in den knapp 30 Jahren hatten wir uns wohl alle etwas verändert. Es erübrigt sich zu sagen, dass wir sie nie im Leben wiedererkannt hätten, wären wir ihnen auf der Straße begegnet. Es wurde ein sehr netter Abend und es gab viel zu erzählen. Am 14. Dezember war es dann soweit und wir begannen unsere schon lange geplante Fahrt entlang des Natchez Trace Parkway (<-- bitte anklicken), der seit 2005 durchgehend von Natchez, Mississippi bis kurz vor Nashville, Tennessee ausgebaut ist. Wir starteten am nördlichen Terminus bei Meilenstein 444 und verbrachten unsere erste Natchez Trace Parkway Nacht auf dem Meriwether Lewis Campingplatz bei Meilenstein 385,9. Es gibt drei gebührenfreie Campingplätze entlang des Parkway, jeweils etwa eine Tagesfahrt voneinander entfernt. Mehrere State Parks mit Campingplätzen direkt am oder in der Nähe des Parkway, sowie private Campingplätze in den Ortschaften, die den Parkway säumen, bieten sich außerdem zur Übernachtung an. Die Höchstgeschwindigkeit auf dem Parkway ist 80 kmh, es gibt viele Wanderwege und alles was in irgendeiner Form von geschichtlicher Bedeutung ist, wird auf Hinweisschildern beschrieben. In Collinwood, Tennessee suchten wir das Besucherzentrum auf, um Prospekte und Broschüren über den Natchez Trace Parkway zu holen und der nette Mann, der dort arbeitete, schenkte mir eine CD mit massenhaft Fotos von Sehenswürdigkeiten in den Städten entlang des Parkway. Tags darauf überquerten wir die Grenze nach Alabama. In Florence, Alabama gibt es einen Aldi, den letzten, bevor wir „Aldiland“ verließen und den wollten wir noch aufsuchen. Zwischen Meilenstein 340 und der Ausfahrt zur Alabama Highway 20 war der Natchez Trace Parkway wegen Brückenarbeiten geschlossen und wir wurden auf die Landstraße umgeleitet. Nach unserem Einkauf bei Aldi kehrten wir zum Parkway zurück und erreichten kurz darauf das Bundesland Mississippi und bei Meilenstein 303,9 den Mississippi State Park „Tishomingo“, wo wir zwei Nächte blieben, um auf besseres Wetter zu warten. Regen und Nebel waren bis dahin unsere Begleiter auf dem Parkway gewesen. Unser Reisepausetag verging mit Weihnachtspakete packen und da sich das Wetter wirklich schlagartig auf Sonne umgestellt hatte, machte ich mit Lobo einen langen Waldspaziergang. Am 17. Dezember setzten wir unsere Reise bei immer noch sonnigem Wetter fort und fuhren bis Tupelo, Mississippi, Geburtsort von Elvis Presley. Wir fanden einen State Park mit Vollanschluss (Wasser, Strom & Kanalisation) und blieben drei Tage. Am ersten Tag brachten wir alle Weihnachtspakete zum Postamt und gingen bummeln/shopping. Der zweite Tag war ein Haushaltstag und am dritten Tag besuchten wir das Elvis Presley Geburtshaus und Museum (siehe Fotos). Am 21. Dezember verließen wir Tombigbee State Park und Tupelo, Mississippi, kehrten zum Natchez Trace Parkway zurück und fuhren bis Kosciusko, Mississippi, wo wir auf einem Walmart Parkplatz übernachteten, der sogar Stromanschluss für Camper bereitstellte. Wir hatten schon davon gehört, dass es so etwas geben soll; dies war das erste mal, dass wir es selbst zu sehen (und nutzen) bekamen. Außerdem fanden wir wider Erwarten eine Weihnachtsgans bei diesem Walmart. Gans isst man hier eigentlich weniger zu Weihnachten und wir waren angenehm überrascht und kauften das gute Stück, um einer deutschen, weihnachtlichen Tradition gerecht zu werden. Vor lauter Aufregung wegen der Gans, vergaß ich dann die nötigen Zutaten dafür zu besorgen. Das holten wir am nächsten Tag nach, als wir durch Jackson, der Hauptstadt von Mississippi, fuhren. Bei Meilenstein 122 machten wir noch einmal Halt und besuchten den Cypress Sumpf (siehe Fotos) und die Nacht verbrachten wir auf dem Rocky Springs Camping Platz, wo wir im Januar 2007 schon einmal übernachtet hatten. Als wir damals den südlichen Zipfel des Parkway erwischt hatten, waren wir auf den Geschmack gekommen, irgendwann einmal die ganze Strecke zu fahren. In der Nacht wurden wir von starken Gewittern überrascht und wir erwachten am 4. Advent zu einem herrlichen, wolkenlosen Himmel. Die Tage zuvor waren eher wechselhaft und bedeckt gewesen. Bevor wir den Rocky Springs Camping Platz verließen, machten wir uns auf, die Stelle aufzusuchen, wo sich vor 150 Jahren der Ort „Rocky Springs“ befunden hatte. Bis auf eine liebevoll intakt gehaltene kleine Kirche, einem Friedhof (siehe Fotos), ein paar Zisternen und einem alten Safe gab es nicht mehr viel zu sehen, aber viele Hinweisschilder erklärten, wie der Ort angelegt gewesen war und welches Gebäude wo gestanden hat. Um 14 Uhr waren wir wieder unterwegs und bevor wir uns am späten Nachmittag im Natchez State Park niederließen, um dort das Weihnachtsfest zu feiern, hielten wir bei Mount Locust (siehe Fotos), dem einzigen, noch erhaltenen Gasthaus des alten Natchez Trace an, um zu erkunden, was ein Reisender vor 150 Jahren diesbezüglich erwarten konnte. Heilig Abend begingen wir mit gegrillten Jakobsmuscheln, nachdem etliche Versuche am Nachmittag per Handy Deutschland anzurufen mehr oder weniger fehlgeschlagen hatten. Wir verbrachten einen besinnlichen Abend miteinander und verwöhnten Lobo mit Speiseresten vom Tisch. Am Weihnachtstag brutzelte die Gans im Ofen und als sie auf den Tellern landete, war sie zart, saftig und sehr lecker! Am 26. Dezember begannen wir unsere Besichtigungsausflüge nach Natchez (-- bitte anklicken) und Umgebung (siehe Fotos) und über die nächsten Tage waren wir voll beschäftigt unsere Bildung zu fördern mit (bitte anklicken -->) antebellum Herrenhäusern, Ruinen, Kirchen, Sklavenmarkt, Museen, Indianerdorf und Stadtrundfahrt. Silvester verließen wir Natchez State Park bei sonnigem Wetter und 20°C. Wir überquerten den mächtigen Mississippi Fluss (siehe Fotos), auf dessen anderer Seite der Bundesstaat Louisiana auf uns wartete. In Colfax, nördlich von Alexandria, Louisiana, ließen wir uns auf einem Campingplatz in einem Erholungsgebiet nieder und rutschten ohne viel Fanfare ins neue Jahr. Hier werden wir wohl ein Weilchen bleiben, denn ein paar Wartungsarbeiten am Wohnmobil und Truck sind angesagt. Fortsetzung folgt……………. |
| Heilig Abend im Wohnmobil im Natchez State Park in Mississippi |