Seit dem 8. August sind wir wieder unterwegs. Im Juli waren wir voll ausgelastet mit Arztterminen, Radtouren mit den Kindern, Arbeiten an Haus und Wohnmobil und ein paar Einkaufsfahrten nach Elkhart, Indiana und Dayton, Ohio. Am 5. August feierten wir Katjas Geburtstag, sie bekam ein neues Fahrrad von uns, und am 8. August verließen wir Fort Wayne (Tachostand bei Abfahrt: 71234 Meilen), um für eine Campingwoche mit den Kindern im Pokagon State Park (< -- bitte anklicken) nördlich von Fort Wayne einen Stellplatz zu finden. Keith und Katja sollten am Samstag von mir nachgeholt werden, da wir wegen Lobos „Thron“ nicht genug Platz in unserem Truck haben, um zwei extra Personen zu transportieren. Am späten Nachmittag, nachdem wir unser Wohnmobil aufgestellt hatten, gesellte sich Geza zu uns. Geza ist der Mann meiner ehemaligen Chefin, als ich bei Abbott in Wiesbaden arbeitete. Er war nach Brimfield, Ohio gekommen, wo sein Sohn (auch ein „Michael“) seit ein paar Jahren arbeitet, um dessen 30. Geburtstag mit ihm zu feiern und hatte danach ein paar Tage Zeit, um auch uns einen Besuch abzustatten. Am Abend grillten wir Bratwürste und Zucchini über dem Lagerfeuer (siehe Fotos) und zum Nachtisch gab es einen herrlichen Quarkstrudel, den Geza gebacken und uns mitgebracht hatte. Nachts regnete es stark und auch am nächsten Tag war das Wetter ziemlich launisch. Wir machten trotzdem einen Ausflug nach Michigan und nachdem wir zum Park zurückgekehrt waren, gingen Geza und ich im Lake |
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den Regengüssen ein paar Steaks über dem Lagerfeuer zu grillen. Freitag, 10. August, war Chucks Geburtstag und nachdem Geza uns bereits nach dem Frühstück verlassen hatte, um nach Ohio zurückzukehren und wir unseren Stellplatz gewechselt hatten (unserer war reserviert übers Wochenende), feierten wir Chucks Jubeltag am Abend im Restaurant des Potawatomi Inn (< -- bitte anklicken), dem Pokagon State Park Hotel. Von unserem neuen Stellplatz aus konnten wir wegen der großen Bäume keine Satellitenverbindung bekommen und wir waren somit übers Wochenende ohne Fernsehen und Internet, bis wir wieder umziehen konnten. Am Samstag holte ich Keith und Katja in Fort Wayne ab und damit begann eine sehr aktive Woche für uns: Radtouren, Schwimmen, Boot fahren, Reiten, Freizeitpark, Go-Kart fahren, Tierpark, etc., etc. ….. nichts wurde ausgelassen! (siehe Fotos). Unseren Stellplatz verlegten wir am Sonntagabend, nachdem der Campingplatz sich etwas geleert hatte. Leider mussten wir am 17. August (Freitag) Pokagon State Park verlassen, obwohl Michael am Abend kommen wollte, um das Wochenende mit uns zu verbringen und dann die Kinder am Sonntag mit nach hause zu nehmen. Am 22. August waren die Schulferien in Indiana zu Ende und für dieses letzte Wochenende vor Schulbeginn waren die Campingplätze des Parks voll ausgebucht. Da wir vorher nicht reserviert hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als das Feld zu räumen. Wir fanden einen privaten Campingplatz in der Nähe und zogen wieder um. Ich musste im Wohnmobil mitfahren, denn im Truck sind nur 3 Sitzplätze. Indiana ist einer der wenigen Staaten, wo das sogar erlaubt ist. Ich fand die Fahrt hinten drin aber nicht so toll und möchte es auch nicht zur Gewohnheit werden lassen. Michael kam am Abend zu uns im „Happy Acres RV Park“ (< -- bitte anklicken) in Angola, Indiana. Bevor das Wetter umschlug, hatten Katja und Keith noch Gelegenheit im Schwimmbecken schwimmen zu gehen. Dann begann es zu regnen und so blieb es, mit wenigen Unterbrechungen, das ganze Wochenende und Michaels Fahrrad, das er mitgebracht hatte, damit wir alle gemeinsam eine Radtour machen könnten, kam nicht zum Einsatz. Keiths Begeisterung für Golfkarren, die oft von Leuten auf Campingplätzen als Fortbewegungsmittel benützt werden, veranlasste eine unserer Nachbarinnen, ihm am Samstagmorgen, als es mal eine Weile nicht mehr regnete, eine Rundfahrt in ihrem Vehikel anzubieten (siehe Fotos). Keith war im 7. Himmel! Am Samstagnachmittag verabschiedeten wir uns alle voneinander und Michael kehrte mit Kind und Kegel, Sack und Pack nach Fort Wayne zurück, d. h. bis auf Keiths Kopfkissen und Bettdecke. Wir erreichten ihn per Handy und er wartete auf mich, damit ich ihm die Sachen hinterher bringen konnte. Als ich zum Wohnmobil zurückkehrte, teilte mir Chuck mit, dass Michael auch seinen Gartenstuhl vergessen hatte. Dieser wird nun eine Weile mit uns herumreisen! Es regnete auch am Montag noch und Teile unseres Campingplatzes standen so stark unter Wasser (besonders die Ausfahrt), dass die Verwaltung eine Notausfahrt über eine Wiese anlegen musste, damit die Leute, die abfahren wollten, auch raus kamen. Wir saßen auf einer leichten Anhöhe und bekamen, Gott-sei-Dank keine nassen Füße. Als wir am Dienstagmorgen (21. August) losfuhren, hatte sich die Lage entspannt. Wir kamen problemlos aus dem Campingplatz raus und steuerten in Richtung Michigan. (Reiseroute: Von Angola, Indiana über Highway US 20 (Ost) -> Toledo, Ohio -> Highway Ohio 120 (Ost) - > Highway US 24 (Nord) -> I 94 (Nord) -> Detroit -> Selfridge ANG Base). Dort mieteten wir uns für 3 Nächte auf dem Campingplatz direkt an St. Clair See ein. Der Regen war uns gefolgt! Am zweiten Tag standen wir mehrere Zentimeter tief im Wasser. Wir erledigten unsere Einkäufe im Commissary und PX, füllten die Speisekammer und den Kühlschrank, kauften neue Reifen vorne für den Truck und am 24. August waren wir startbereit für unser Kanada-Abenteuer. Wir verließen Selfridge um 11:35 Uhr bei bedecktem Himmel und 27°C., Tachostand 71952 Meilen. Reiseroute: I-94 (Nord) bis Port Huron. Dort überschritten wir die kanadische Grenze (siehe Foto). Die erste Stadt auf kanadischer Seite ist Sarnia. Von dort aus ging es weiter über Ontario Highway 402 -> Ausfahrt 34 -> Highway 21 (Nord) entlang am Huron See, den man aber von der Straße aus kaum zu sehen bekam, bis Point Farms Provincial Park Camping Platz, nördlich von Goderich, wo wir übernachteten. Es regnete als wir aufwachten, aber wir wagten trotzdem einen Spaziergang zum Strand, wo Lobo etwas im Wasser spielte, bis es dann so richtig zu schütten begann und wir auf schnellstem Wege zu unserem Stellplatz zurückkehrten. Die Ausfahrt an diesem Morgen erwies sich als recht schwierig, da unser Wohnmobil fast zu lang war für die engen Wegebiegungen in diesem Park aber letztendlich schafften wir es doch und wir fuhren bei ziemlich miesem Wetter hauptsächlich durch landwirtschaftliche Gebiete bis Bethany, wo wir hinter einer Tankstelle auf einer schönen Wiese übernachteten. (Reiseroute: Highway 21 Nord --> 20 Ost --> Belgrave --> 4 Nord --> Wingham --> 86 Südost --> Listowell --> 23 Nord Palmerston --> 109 Ost Arthur --> Orangeville --> 9 Ost --> Newmarket --> Uxbridge --> Port Perry --> 7A Ost.) Es regnete fast den ganzen Tag, erst am Abend hörte es auf und die Wolkendecke lockerte sich etwas auf. Tags darauf brachen wir um 10:50 Uhr auf. Die Sonne schien ab und zu, die Temperatur betrug 21°C und wir fuhren weiter auf der Highway 7A bis Peterborough. Die Landschaft wurde hügelig, rechts und links der Landstraße breiteten sich Mischwälder mit einem hohen Anteil an Birken aus und westlich von Perth, zwischen Kaladar und Sharbot Lake hatten Indianer der Algonquin First Nation alle paar Kilometer Verkaufstände aufgestellt, wo sie Blaubeeren verkauften. Wir erreichten Ottawa im Laufe des Nachmittags und mieteten uns im Rideau Heights RV Park für eine Woche ein. Unser Stellplatz in der ersten Nacht lag unter hohen Bäumen, welche eine Verbindung zum Satelliten für eine Internetverbindung unmöglich machten, aber am nächsten Morgen konnten wir zu einem anderen Stellplatz umziehen und danach klappte es wunderbar. Das Wetter war sehr launisch während wir in Ottawa (< -- bitte anklicken) waren, anfangs heiß und schwül mit Gewittern, dann über Nacht ein Wetterumschwung, der angenehm kühle und trockene Tage brachte. Wir machten mehrere Besichtigungsfahrten in die Innenstadt von Ottawa (siehe Fotos). Meistens benützten wir öffentliche Verkehrsmittel, um in die Stadt zu fahren. Wir buchten auch eine Gray Line Stadtrundfahrt mit Reiseführern, die es uns für zwei Tage ermöglichte, an all den Stellen auszusteigen und später wieder zuzusteigen, die für uns von besonderem Interesse waren. Am ersten Tag wurden wir in einer alten Straßenbahnimitation durch die Gegend kutschiert, am zweiten Tag war es ein Doppeldeckerbus wie in London. Die Parlamentsgebäude im neogotischen Baustil (< -- bitte anklicken) sind sehr beeindruckend und das dazugehörige Katzenschutzgebiet (siehe Fotos) liegt in starkem Kontrast zu deren Stattlichkeit. Wir hatten Gelegenheit, das mittlere Parlamentsgebäude von Innen zu besichtigen (siehe Fotos), besuchten auf der anderen Seite des Ottawaflusses, in Gatineau, das Canadian Museum of Civilisation und verbrachten wunderschöne und lehrreiche Tage in der Hauptstadt Kanadas. Damit war der Monat August auch schon zu Ende. Fortsetzung folgt……………. |
| Bambi im Tiergarten |
| Das dürfte etwas schwierig sein zu befolgen! |