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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht November 2009
Unser Reisegebiet
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Nachdem die ,,Grippeepidemie“ bei Michael und den Kindern abgeebbt war, fuhren wir am 1. November nach
Fort Wayne, wo wir von Michael mit T-Bone Steaks vom Grill zum Abendessen empfangen wurden. Wir waren
erstaunt, wie groß Keith und Katja geworden waren, seit wir sie vor zwei Jahren das letzte Mal gesehen hatten.
Die folgenden drei Wochen vergingen mit viel Arbeit, Erledigungen, Tierarztbesuchen, Aufräumen, Ausmisten,
Ablage, Weihnachtsgeschenke einkaufen, Wäsche waschen, Kochen, neue Teppichläufer für das Wohnmobil
besorgen und legen, etc. etc., sowie Chucks großem Projekt: ein neues Bett für unser Wohnmobil. Der
Holzrahmen des alten Bettes war nach fünf Jahren und knapp 100000 km über die Straßen Nordamerikas fast
am Auseinanderfallen und Chuck rekonstruierte den Rahmen aus Stahl und baute ein komplett neues
Untergestell mit attraktiver Holzverschalung. Das Bett ist nun viel stabiler und wiegt weniger als das alte.
Gewicht ist immer ein wichtiger Faktor in einem Wohnmobil.
Aber es war nicht nur Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wir nahmen uns die Zeit mit den Kindern etwas zu unternehmen,
zum Essen auszugehen, Bekannte zu besuchen (siehe Fotos) und abends, wenn alle daheim waren, verbrachten
wir schöne Stunden miteinander. Michaels Leben als alleinerziehender Vater ist ziemlich intensiv und wir sind
sehr stolz auf ihn, was er da leistet. Nach der Arbeit und wenn die Kinder aus der Schule kommen, hilft er bei
den Hausaufgaben oder fungiert als Taxifahrer, um Katja oder Keith zu dieser oder jener Veranstaltung zu
fahren, sei es Basketballtraining oder sonst etwas. Es ist schwierig unter der Woche alle gleichzeitig zuhause
vorzufinden! Und freitagabends fährt Michael die beiden dann ein paar Mal im Monat 80 km zum Rendezvous
mit ihrer Mutter, wo er sie dann sonntagabends auch wieder abholt. Er hat sehr wenig Zeit für sich selbst.
Nach den drei Wochen in Fort Wayne starteten wir am 23. November zu unserem nächsten Auftritt: die
alljährliche Familienweihnachtsfeier der Familie Morton in Falmouth, Kentucky, zu welcher wir dieses Jahr
auserkoren waren, sie auszurichten. Wir hatten sie für den 5. Dezember angesetzt und wollten frühzeitig dort
eintreffen, um alle Vorbereitungen für die Festivitäten treffen zu können. Vorher feierten wir allerdings am
26. November noch Thanksgiving in Indianapolis mit unserer Freundin Ruth Lang, die wir seit unserer Zeit, als
wir in Las Cruces, New Mexico lebten (1979-1990), kennen. Sie hatte uns zum Truthahnessen eingeladen, zu
welchem auch ihre Schwester Kathleen, deren Mann Dick, die Tochter und der Schwiegersohn der beiden, wie
auch ihre Enkelkinder geladen waren (siehe Fotos).
Unsere Abfahrt von Fort Wayne war etwas holprig: ich hatte einen Zahnabszess und die elektrischen Stützen
unseres Wohnmobils gingen nicht und mussten manuell hochgekurbelt werden. Das bedeutete einen
Werkstattbesuch in Indianapolis, wie auch einen Besuch beim Zahnarzt, der mich mit Antibiotika bis
Thanksgiving wieder so weit herstellte, dass ich das Truthahnmahl ohne allzu starke Schmerzen genießen
konnte. Wir verbrachten zwei Nächte neben der Werkstatt und nachdem alles repariert war, verlegten wir
unseren Standort auf den Campingplatz des Messegeländes in Indianapolis, wo uns Ruth, Kathleen und Dick am
Freitag nach Thanksgiving besuchten und zu einer Stadtrundfahrt in ihrem Minibus einluden. Der Abend klang
aus mit einer Einladung unsererseits in den Rathskeller des Athenaeums (siehe Fotos). Das Athenaeum,
ursprünglich ,,Das Deutsche Haus”, ist ein reich verziertes Gebäude, dessen vorderer Teil, der Ostflügel,
1893/94 im deutsch-romanischen Stil erbaut wurde. Der Westflügel wurde 1897/98 im deutschen Neo-
Renaissance-Stil durchgeführt. Erbaut von deutschen Einwanderern und ursprünglich als Deutsch-
Amerikanischer Turnverein und Clubhaus genutzt, beherbergt es heute zahlreiche Gruppen, Organisationen und
Unternehmen. Das Essen war gut und das deutsche Bier vom Fass war auch nicht zu verachten.
Am 29. November waren wir noch einmal bei Ruth zum Abschiedsessen eingeladen und tags darauf fuhren wir
ab nach Kentucky, wo wir unseren Stammplatz im Kincaid Lake State Park, ein paar Kilometer außerhalb von
Falmouth, einnahmen. Wir waren die einzigen Camper im ganzen Park und Lobo genoss während unseres
gesamten Aufenthaltes dort uneingeschränkte Freiheit. Wir begannen sofort mit den Vorbereitungen für die
Weihnachtsfeier.
Fortsetzung folgt…..

Reisebericht November 2009 (beginnt in Fremont, Indiana)